Die Heilige Stadt und ihr unheiliger Besucher
Hey Hey am WE war ich in Israel (auf Kommentar eines einzelnen hiermit zu "Jerusalem" geändert ^^).
Ich sollte wirklich anfangen diese Sachen gleich nach dem WE zu schreiben. In der Zwischenzeit vergisst man ja die Hälfte. Na gut mal sehe:
Wir schrieben den 07. August im Jahre des Herren 2009 nach Christi Geburt. Was ich mache ist eine Reise zurück zu den Wurzeln und der Geschichte der 3 großen Religionen. Ich werde es aber vermeiden tiefgründig auf die Märchen der Religionsschriften einzugehen nur soviel. In Jerusalem leben ultraorthodoxe Juden zusammen mit Muslime und Christen. Für nähere Informationen wie immer: Jerusalem
Meine Reise begann um 5:30 Uhr. Christoph (für Neue: mein Mitbewohner) und Ich mussten einen Bus erwischen, dessen Station einige Wegeminuten von unserer Unterkunft liegt. Es hat eigentlich alles super geklappt. Wir haben den Bus auf Anhieb gefunden und sind auch nach einigen Minuten Wartezeit auf unserem Weg nach Jerusalem gewesen. Eins muss man dem Land lassen. Auch wenn alles so teuer ist: Die Busse sind billig mh gut. Unser erstes Planmäßiges Ziel war Yad Vashem. Dort wollten wir unsere Gruppe treffen, mit der wir das restliche WE verbringen. Bei Yad Vashem handelt es sich um eine „Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“. Also zusammengefasst um den Massenmord an Juden nur nationalsozialistischen Zeit. Es ist eine ziemlich große Außenanlage mit einem riesigen Museum Allen, kleineren Gedenkstätten für berühmte Personen, ein Gebäude zum Gedenken an die Kinder unter den Opfern und vieles mehr.

Es war alles in allem ziemlich schrecklich. Ich weiß nicht wer schon mal in Buchenwald oder Auschwitz oder wo auch immer war kann es sich vielleicht ein bisschen vorstellen, nur es ist eigentlich noch drastischer und Ausdrucksvoller dargestellt. Hier haben sich sichtlich ziemlich viele Menschen sehr viel Mühe gegeben. Wir hatten auch einen Guide – Larry. Der war sehr nett und war total begeistert, dass er internationales Publikum hatte. Er hat seine Führung sehr routiniert runter gerasselt, was bei einigen nicht so toll ankam. Ich war froh, dass er die Stimmung dadurch nicht noch weiter gedrückt hat. Ich würde mal schätzen 20% der Gruppe haben geweint… wobei ich mich ein bisschen schlecht gefühlt habe. Ich meine es tut mir ja ungeheuer leid, was passies ert ist, aber mir ging die Sachen nicht so nah :/ Hoffe bin jetzt nicht gefühlskalt geworden.
Von Yad Vashem hat uns ein Bus abgeholt und wir sind in Richtung der Altstadt gefahren.

Ich glaube die Lieblingsbeschäftigung der Israelis am Freitag ist hupen -.- Es ging die ganze Zeit. Unser Miet-Bus hielt in der Nähe des übrig gebliebenen Stücks der Klagemauer. Wo wir auch zuerst hin sind. Dort gab es eine Extragasse für Frauen ^^. Auf dem Platz vor der Klagemauer waren einige Touristen versammelt, sowie eine ganze Menge Juden. Viele davon mit langen Zöpfen rechts und links vom Gesicht (ultraorthodoxe). Auch vor der Mauer haben sich einige versammelt und haben gebetet. Wenn Juden beten, sieht es ein bisschen so aus wie das Watscheln von Pinguinen, ohne jetzt irgendjemandem zu nahe zu treten. Ich vermute mal, dass sie sich damit in einen Art Gebetsrhythmus bringen. Dabei schwingen sie immer wieder vor und zurück, vor und zurück.

Als nächstes stand eine Führung der „Western Wall“ der Klagemauer an. Wir sind in Katakomben gegangen und dort wurde uns die Geschichte der Klagemauer und vieler Gebäude erklärt. Es war sehr interessant und anschaulich. Zumindest nicht do depressiv wie der Vormittag. Ich will jetzt hier auch nicht viele Worte verlieren. Es war Geschichte und eine Menge Felsen.
Nach dem Mittag ging es in unser Hostel. Es war ein etwas heruntergekommenes Gebäude, aber trotzdem noch recht rustikal. Wir hatten die Auswahl, ob wir auf dem Dach oder in einem Zimmer schlafen wollten. Mh ich entschied mich fürs Dach.
Nach dem Mittagessen hatten wir etwas Zeit für uns ich wollte über die Basare schlender und ein paar Händler runterhandeln :P Es war Wahnsinn. Überall waren diese kleinen Ladeneingänge uns jeder vkaufte das gleiche. Es gab Läden mit Schmuck, Lederwaren, Souvenirs und ShiShas, Gewürze, Süßigkeiten, Restaurants und Kleidung. Also wirklich fast alles. Wir hatten wie schon gesagt etwas Zeit, also bin ich in einer kleinen Gruppe durch die Strassen geschlaufen und habe mir die einzelnen Viertel angeschaut. Es gab ein Muslimisches Viertel, in das wir nicht durften (Polizei) ein Jüdisches Viertel, in dem uns kleine Kinder wegen unserer Kamera angemacht haben, und ein Christliches (ausgestorbenes) Viertel. Auf dem Basar habe ich mir eine Wasserpfeiffe gekauft :) Wieder etwas für meine Sammlung. Zu Beginn wollte der Freche Kerl doch echt 120 NIS (Shekel Kurs 5,5:1; also ca 23 €) ich bin mit dem Ding für 30 NIS nach Hause gegangen (5€ ^^) Dafür hat er mich beim Tabak über die Ohren gehauen. Es war zu wenig und der war vertrocknet, was ich aber erst zu Hause gemerkt hab :P. Naja 19 Uhr haben wir uns wieder an der Klagemauer getroffen um uns den Beginn des Sabbats anzuschauen. Es war wirklich ein Spektakel Die Pinguine haben sich hübsch gemacht und sahen jetzt aus wie russische Kaiserpinguine (Fotografieren war jetzt verboten … daher keine Bilder davon): Stellt euch eine sibirische Fellmütze vor ungefähr so:
hihi schaut mal was ich gefunden habe kennt ihr den Kerl darauf

Hintergrund: Zum Sabbat ist es Verboten zu Arbeiten. Was versteht man unter Arbeit nun:
„ 39 Arten der Arbeit
Um die logische Beziehung, die zwischen der Anzahl der am Schabbat verbotenen Arbeiten und dem Bau der Stifthütte besteht, besser zu verstehen, zitieren wir hier eine ausführliche Erklärung aus dem Aufsatz des Rabbiners Dr. J.M. Gutmann, s.A. "Die Arbeit am Schabbat im Lichte der Halacha" (Hatsofe Le-chochmat Jisrael —1921):
"Es soll hier ein Versuch gemacht werden, die neununddreissig Typen von Arbeiten zu verstehen und ihre Übereinstimmung mit den Worten der Schrift zu erforschen. So stellt sich heraus, dass der Begriff "schewita" (Arbeitsunterbrechung) im Zusammenhang mit drei Arten von "melacha" angewandt wird.
1) Ackerbau
"Sechs Tage kannst du arbeiten, aber am siebten Tage feiere, selbst in der Pflügezeit und in der Ernte sollst du feiern" (Ex. 34,21) — obwohl der Lebensunterhalt des Menschen hauptsächlich von ihnen abhängig ist (Ramban)... und folgende Arbeiten gehören zu dieser Kategorie: Säen, Ackern, Ernten, Garbenbinden, Dreschen, Windschaufeln, Früchte lesen. Diesesieben "melachot" werden in der Mischna (Schabbat, Kap. 7,2) in der Liste der Hauptarbeiten ganz zuerst aufgezählt. Es ist selbstverständlich, dass die Zahl dieser Arbeiten nicht im Lehrhaus festgelegt wurden, denn jeder Landwirt kennt sich darin aus, und auch unsere Talmudlehrer selbst kannten diese Arbeit gewiss aus eigener Erfahrung und waren nicht auf die Auslegung des Textes angewiesen.
2) Die Vorbereitung von Speisen
Im Toraabschnitt über das "Man" lesen wir: "Am sechsten Tage sollen sie zubereiten was sie eingebracht" (Ex. 16,5) und weiter in demselben Kapitel (V. 23): "Was ihr backen wollt, backet (heute), und was ihr kochen wollt, kochet (heute)", das ist also eine andere Kategorie von verbotenen "melachot": Mahlen, Sieben, Kneten und Backen. Diese melachot werden in der Mischna direkt nach den mit dem Ackerbau zusammenhängenden Arbeiten aufgezählt. Die Reihenfolge ist so logisch, dass sie keiner weiteren Erörterung bedarf. Auch die zur Vorbereitung von Speisen nötigen Arbeiten sind aus dem Alltag genommen, und benötigen keine weiteren Schriftdeutungen. Mahlen, Sieben, Kneten und Backen konnte man in jedem Hause beobachten. Wesentlich ist, dass das Verbot, am Schabbat Speisen vorzubereiten, ausdrücklich in der Tora steht.
3) Das Handwerk
Alle Arten von Handwerk sind im Bau der Stifthütte enthalten. Es ist zu bemerken, dass das Verbot nicht ausdrücklich bei jeder Arbeit erwähnt wird, sondern es erscheint zweimal im Zusammenhang mit der Errichtung des Mischkan, und daraus folgern wir, dass die Arbeitsprozesse, die beim Bau des Stiftzeltes nötig waren, am Schabbat verboten sind... Jetzt müssen wir erklären, welche Arbeiten beim Bau des Stiftzeltes nötig waren und in welche Kategorien sie eingeteilt werden können.
1. Textilfabrikation:
Da diese ein ziemlich weites Gebiet umfasst, können wir sie in Gruppen einteilen, nämlich, a) Vorbereitung der Wolle, b) Weben und Spinnen, c) Näherei. a) Wollarbeiten: 1) Wolle scheren 2) sie waschen 3) klopfen 4) färben. b) Weben und Spinnen: 5) spinnen 6) anzetteln 7) zwei Binde-Litzen machen 8) zwei Fäden weben 9) zwei Fäden trennen 10) einen Knoten machen 11) einen Knoten auflösen. c) Näherei: 12) mit zwei Stichen festnähen 13) zerreissen, um mit zwei Stichen festzunähen. In dieser Reihenfolge und in dieser Ausdrucksweise werden die Arbeiten in der Mischna aufgezählt.
2. Bearbeitung von Leder:
Ein Gebiet, das auch die Produktion von Pergament und Schreibarbeiten umfasst: 1) Ein Reh fangen 2) es schlachten 3) dessen Haut abziehen 4) sie salzen 5) das Fell bereiten 6) die Haare abschaben 7) es zerschneiden 8) zwei Buchstaben schreiben 9) auslöschen, um zwei Buchstaben zu schreiben.
3. Bauarbeiten:
a) bauen b) abreissen.
4. Metallarbeiten und Goldschmiedearbeiten:
a) Feuer anzünden b) löschen c) "der letzte Hammerschlag" *)Abgesehen von diesen "Melachot" gibt es noch eine Tätigkeit, die allen gemeinsam ist, d.h. die in jeder Kategorie vorkommen kann: aus einem Bereich in einen anderen tragen. Das ist vielleicht der Grund dafür, dass diese Arbeit (in der Mischna) ganz zuletzt aufgezählt ist... Aus all dem hier gesagten geht also hervor, dass die Feststellung der neununddreissig "Melachot" nicht das Ergebnis scharfsinniger Diskussionen war, sondern realen Arbeitsvorgängen entsprach, die innerhalb der Möglichkeiten der damaligen Kunstfertigkeit und handwerklichen Tätigkeit waren. *) Irgendeine Handlung. die die Arbeit endgültig abschliesst, die in gewissen Fallen aus einem Schlag mit dem Hammer auf das beendete Produkt besteht.
Zitat Ende“ Zu erwähnen währe, dass laut Thora bei Missachtung der Tod steht. Mh
Kurzum: Es wurde ein Parkplatz in der Nähe geöffnet und Leute haben ihn benutzt auch zum Sabbat. Die Ultraorthodoxen haben sich darüber aufgeregt (Bild1) und mit Steinen geworfen (Ergebnis Bild2) ^^. Mittlerweile ist das Steinewerfen eine Tradition geworden, genauso wie das Polizeiaufgebot immer zum Sabbat :P
Am Abend sind wir in einen Pub gegangen. Die Preise waren wie immer etwas zu hoch aber na ja … Es war ein DJ da und irgendwie hat es sich ergeben, dass plötzlich alle tanzen wollten. Also haben wir unsere Tische und Stühle verrückt und haben vor dem Pub getanzt. Die Leute haben vielleciht blöd geschaut mh :P Als wir dann raus sind so gegen 3 kam dann auch ein Typ auf mich zu und meinte ob wir diejenigen waren, die da getanzt haben. Wir sollten das nächste mal doch zu ihm kommen. Wir würden ein Spezialangebot bekommen: 1 Kaufen 2 trinken -> klang gut. Wir gehen das nächste mal dann wohl dahin. Zum Schluss eins noch: Das dach war Supergemütlich. Lag mit meinem Schlafsack auf einer alten Matratze und habe mir die Sterne angeschaut, bevor ich entschlummert bin.
Schabbat Shalom
Ray
Spruch Bild des Tages
Ich sollte wirklich anfangen diese Sachen gleich nach dem WE zu schreiben. In der Zwischenzeit vergisst man ja die Hälfte. Na gut mal sehe:
Wir schrieben den 07. August im Jahre des Herren 2009 nach Christi Geburt. Was ich mache ist eine Reise zurück zu den Wurzeln und der Geschichte der 3 großen Religionen. Ich werde es aber vermeiden tiefgründig auf die Märchen der Religionsschriften einzugehen nur soviel. In Jerusalem leben ultraorthodoxe Juden zusammen mit Muslime und Christen. Für nähere Informationen wie immer: Jerusalem
Meine Reise begann um 5:30 Uhr. Christoph (für Neue: mein Mitbewohner) und Ich mussten einen Bus erwischen, dessen Station einige Wegeminuten von unserer Unterkunft liegt. Es hat eigentlich alles super geklappt. Wir haben den Bus auf Anhieb gefunden und sind auch nach einigen Minuten Wartezeit auf unserem Weg nach Jerusalem gewesen. Eins muss man dem Land lassen. Auch wenn alles so teuer ist: Die Busse sind billig mh gut. Unser erstes Planmäßiges Ziel war Yad Vashem. Dort wollten wir unsere Gruppe treffen, mit der wir das restliche WE verbringen. Bei Yad Vashem handelt es sich um eine „Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“. Also zusammengefasst um den Massenmord an Juden nur nationalsozialistischen Zeit. Es ist eine ziemlich große Außenanlage mit einem riesigen Museum Allen, kleineren Gedenkstätten für berühmte Personen, ein Gebäude zum Gedenken an die Kinder unter den Opfern und vieles mehr.

Es war alles in allem ziemlich schrecklich. Ich weiß nicht wer schon mal in Buchenwald oder Auschwitz oder wo auch immer war kann es sich vielleicht ein bisschen vorstellen, nur es ist eigentlich noch drastischer und Ausdrucksvoller dargestellt. Hier haben sich sichtlich ziemlich viele Menschen sehr viel Mühe gegeben. Wir hatten auch einen Guide – Larry. Der war sehr nett und war total begeistert, dass er internationales Publikum hatte. Er hat seine Führung sehr routiniert runter gerasselt, was bei einigen nicht so toll ankam. Ich war froh, dass er die Stimmung dadurch nicht noch weiter gedrückt hat. Ich würde mal schätzen 20% der Gruppe haben geweint… wobei ich mich ein bisschen schlecht gefühlt habe. Ich meine es tut mir ja ungeheuer leid, was passies ert ist, aber mir ging die Sachen nicht so nah :/ Hoffe bin jetzt nicht gefühlskalt geworden.
Von Yad Vashem hat uns ein Bus abgeholt und wir sind in Richtung der Altstadt gefahren.

Ich glaube die Lieblingsbeschäftigung der Israelis am Freitag ist hupen -.- Es ging die ganze Zeit. Unser Miet-Bus hielt in der Nähe des übrig gebliebenen Stücks der Klagemauer. Wo wir auch zuerst hin sind. Dort gab es eine Extragasse für Frauen ^^. Auf dem Platz vor der Klagemauer waren einige Touristen versammelt, sowie eine ganze Menge Juden. Viele davon mit langen Zöpfen rechts und links vom Gesicht (ultraorthodoxe). Auch vor der Mauer haben sich einige versammelt und haben gebetet. Wenn Juden beten, sieht es ein bisschen so aus wie das Watscheln von Pinguinen, ohne jetzt irgendjemandem zu nahe zu treten. Ich vermute mal, dass sie sich damit in einen Art Gebetsrhythmus bringen. Dabei schwingen sie immer wieder vor und zurück, vor und zurück.

Als nächstes stand eine Führung der „Western Wall“ der Klagemauer an. Wir sind in Katakomben gegangen und dort wurde uns die Geschichte der Klagemauer und vieler Gebäude erklärt. Es war sehr interessant und anschaulich. Zumindest nicht do depressiv wie der Vormittag. Ich will jetzt hier auch nicht viele Worte verlieren. Es war Geschichte und eine Menge Felsen.
Nach dem Mittag ging es in unser Hostel. Es war ein etwas heruntergekommenes Gebäude, aber trotzdem noch recht rustikal. Wir hatten die Auswahl, ob wir auf dem Dach oder in einem Zimmer schlafen wollten. Mh ich entschied mich fürs Dach.
Nach dem Mittagessen hatten wir etwas Zeit für uns ich wollte über die Basare schlender und ein paar Händler runterhandeln :P Es war Wahnsinn. Überall waren diese kleinen Ladeneingänge uns jeder vkaufte das gleiche. Es gab Läden mit Schmuck, Lederwaren, Souvenirs und ShiShas, Gewürze, Süßigkeiten, Restaurants und Kleidung. Also wirklich fast alles. Wir hatten wie schon gesagt etwas Zeit, also bin ich in einer kleinen Gruppe durch die Strassen geschlaufen und habe mir die einzelnen Viertel angeschaut. Es gab ein Muslimisches Viertel, in das wir nicht durften (Polizei) ein Jüdisches Viertel, in dem uns kleine Kinder wegen unserer Kamera angemacht haben, und ein Christliches (ausgestorbenes) Viertel. Auf dem Basar habe ich mir eine Wasserpfeiffe gekauft :) Wieder etwas für meine Sammlung. Zu Beginn wollte der Freche Kerl doch echt 120 NIS (Shekel Kurs 5,5:1; also ca 23 €) ich bin mit dem Ding für 30 NIS nach Hause gegangen (5€ ^^) Dafür hat er mich beim Tabak über die Ohren gehauen. Es war zu wenig und der war vertrocknet, was ich aber erst zu Hause gemerkt hab :P. Naja 19 Uhr haben wir uns wieder an der Klagemauer getroffen um uns den Beginn des Sabbats anzuschauen. Es war wirklich ein Spektakel Die Pinguine haben sich hübsch gemacht und sahen jetzt aus wie russische Kaiserpinguine (Fotografieren war jetzt verboten … daher keine Bilder davon): Stellt euch eine sibirische Fellmütze vor ungefähr so:
hihi schaut mal was ich gefunden habe kennt ihr den Kerl darauf
Hintergrund: Zum Sabbat ist es Verboten zu Arbeiten. Was versteht man unter Arbeit nun:
„ 39 Arten der Arbeit
Um die logische Beziehung, die zwischen der Anzahl der am Schabbat verbotenen Arbeiten und dem Bau der Stifthütte besteht, besser zu verstehen, zitieren wir hier eine ausführliche Erklärung aus dem Aufsatz des Rabbiners Dr. J.M. Gutmann, s.A. "Die Arbeit am Schabbat im Lichte der Halacha" (Hatsofe Le-chochmat Jisrael —1921):
"Es soll hier ein Versuch gemacht werden, die neununddreissig Typen von Arbeiten zu verstehen und ihre Übereinstimmung mit den Worten der Schrift zu erforschen. So stellt sich heraus, dass der Begriff "schewita" (Arbeitsunterbrechung) im Zusammenhang mit drei Arten von "melacha" angewandt wird.
1) Ackerbau
"Sechs Tage kannst du arbeiten, aber am siebten Tage feiere, selbst in der Pflügezeit und in der Ernte sollst du feiern" (Ex. 34,21) — obwohl der Lebensunterhalt des Menschen hauptsächlich von ihnen abhängig ist (Ramban)... und folgende Arbeiten gehören zu dieser Kategorie: Säen, Ackern, Ernten, Garbenbinden, Dreschen, Windschaufeln, Früchte lesen. Diesesieben "melachot" werden in der Mischna (Schabbat, Kap. 7,2) in der Liste der Hauptarbeiten ganz zuerst aufgezählt. Es ist selbstverständlich, dass die Zahl dieser Arbeiten nicht im Lehrhaus festgelegt wurden, denn jeder Landwirt kennt sich darin aus, und auch unsere Talmudlehrer selbst kannten diese Arbeit gewiss aus eigener Erfahrung und waren nicht auf die Auslegung des Textes angewiesen.
2) Die Vorbereitung von Speisen
Im Toraabschnitt über das "Man" lesen wir: "Am sechsten Tage sollen sie zubereiten was sie eingebracht" (Ex. 16,5) und weiter in demselben Kapitel (V. 23): "Was ihr backen wollt, backet (heute), und was ihr kochen wollt, kochet (heute)", das ist also eine andere Kategorie von verbotenen "melachot": Mahlen, Sieben, Kneten und Backen. Diese melachot werden in der Mischna direkt nach den mit dem Ackerbau zusammenhängenden Arbeiten aufgezählt. Die Reihenfolge ist so logisch, dass sie keiner weiteren Erörterung bedarf. Auch die zur Vorbereitung von Speisen nötigen Arbeiten sind aus dem Alltag genommen, und benötigen keine weiteren Schriftdeutungen. Mahlen, Sieben, Kneten und Backen konnte man in jedem Hause beobachten. Wesentlich ist, dass das Verbot, am Schabbat Speisen vorzubereiten, ausdrücklich in der Tora steht.
3) Das Handwerk
Alle Arten von Handwerk sind im Bau der Stifthütte enthalten. Es ist zu bemerken, dass das Verbot nicht ausdrücklich bei jeder Arbeit erwähnt wird, sondern es erscheint zweimal im Zusammenhang mit der Errichtung des Mischkan, und daraus folgern wir, dass die Arbeitsprozesse, die beim Bau des Stiftzeltes nötig waren, am Schabbat verboten sind... Jetzt müssen wir erklären, welche Arbeiten beim Bau des Stiftzeltes nötig waren und in welche Kategorien sie eingeteilt werden können.
1. Textilfabrikation:
Da diese ein ziemlich weites Gebiet umfasst, können wir sie in Gruppen einteilen, nämlich, a) Vorbereitung der Wolle, b) Weben und Spinnen, c) Näherei. a) Wollarbeiten: 1) Wolle scheren 2) sie waschen 3) klopfen 4) färben. b) Weben und Spinnen: 5) spinnen 6) anzetteln 7) zwei Binde-Litzen machen 8) zwei Fäden weben 9) zwei Fäden trennen 10) einen Knoten machen 11) einen Knoten auflösen. c) Näherei: 12) mit zwei Stichen festnähen 13) zerreissen, um mit zwei Stichen festzunähen. In dieser Reihenfolge und in dieser Ausdrucksweise werden die Arbeiten in der Mischna aufgezählt.
2. Bearbeitung von Leder:
Ein Gebiet, das auch die Produktion von Pergament und Schreibarbeiten umfasst: 1) Ein Reh fangen 2) es schlachten 3) dessen Haut abziehen 4) sie salzen 5) das Fell bereiten 6) die Haare abschaben 7) es zerschneiden 8) zwei Buchstaben schreiben 9) auslöschen, um zwei Buchstaben zu schreiben.
3. Bauarbeiten:
a) bauen b) abreissen.
4. Metallarbeiten und Goldschmiedearbeiten:
a) Feuer anzünden b) löschen c) "der letzte Hammerschlag" *)Abgesehen von diesen "Melachot" gibt es noch eine Tätigkeit, die allen gemeinsam ist, d.h. die in jeder Kategorie vorkommen kann: aus einem Bereich in einen anderen tragen. Das ist vielleicht der Grund dafür, dass diese Arbeit (in der Mischna) ganz zuletzt aufgezählt ist... Aus all dem hier gesagten geht also hervor, dass die Feststellung der neununddreissig "Melachot" nicht das Ergebnis scharfsinniger Diskussionen war, sondern realen Arbeitsvorgängen entsprach, die innerhalb der Möglichkeiten der damaligen Kunstfertigkeit und handwerklichen Tätigkeit waren. *) Irgendeine Handlung. die die Arbeit endgültig abschliesst, die in gewissen Fallen aus einem Schlag mit dem Hammer auf das beendete Produkt besteht.
Zitat Ende“ Zu erwähnen währe, dass laut Thora bei Missachtung der Tod steht. Mh
Kurzum: Es wurde ein Parkplatz in der Nähe geöffnet und Leute haben ihn benutzt auch zum Sabbat. Die Ultraorthodoxen haben sich darüber aufgeregt (Bild1) und mit Steinen geworfen (Ergebnis Bild2) ^^. Mittlerweile ist das Steinewerfen eine Tradition geworden, genauso wie das Polizeiaufgebot immer zum Sabbat :P
Am Abend sind wir in einen Pub gegangen. Die Preise waren wie immer etwas zu hoch aber na ja … Es war ein DJ da und irgendwie hat es sich ergeben, dass plötzlich alle tanzen wollten. Also haben wir unsere Tische und Stühle verrückt und haben vor dem Pub getanzt. Die Leute haben vielleciht blöd geschaut mh :P Als wir dann raus sind so gegen 3 kam dann auch ein Typ auf mich zu und meinte ob wir diejenigen waren, die da getanzt haben. Wir sollten das nächste mal doch zu ihm kommen. Wir würden ein Spezialangebot bekommen: 1 Kaufen 2 trinken -> klang gut. Wir gehen das nächste mal dann wohl dahin. Zum Schluss eins noch: Das dach war Supergemütlich. Lag mit meinem Schlafsack auf einer alten Matratze und habe mir die Sterne angeschaut, bevor ich entschlummert bin.
Schabbat Shalom
Ray
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