5.2 Annelida - Nereis virens
2. Nereis virens
Metazoa
Eumetazoa
Articulata
Annelida
Polychaeten
Phyllodocida
Nereis virens
Vorkommen
Nennen Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen Lumbricus und Nereis!
Lumbricus Nereis
Vorkommen - Schlamm
- feuchte Erde
kann lange in Wasser leben Meer
Borsten stark verkürzt Borstenbündel (4)
Pharynx vorstülpbar nein ja
Zähne, Kiefer nein ja
Clitellum ja nein
Parapodien nein, reduziert ja
Kiemen nein ja
Lateralherzen ja nein
Augen 2 everse Augen 4 Linsenaugen
Atmung durch die Haut Kiemen
Geschlechtsorgane 2 Paar Hoden, 2 Paar Ovarien in jedem Segment weibliche und männliche Geschlechtsorgane
Zwitter getrenntgeschlechtlich
Entwicklung direkt, ohne Larvenstadium mit Larvenstadium
Äußere Merkmale
Sind die Segmente gleichartig (homonom) oder verschieden (heteronom) gebaut?
- homonom
- nur Kopf- und Hinterende (trägt zwei Analcirren) abweichend gestaltet
Beschriften Sie die laterale und dorsale Kopfansicht insbesondere alle Kopfanhänge!
- s. Bilder im „Zoologischen Praktikum“ S. 46 ? Kükenthal (24.) S. 192, Abb.111
- 1 – Peristominaltentakel
- 2 – Palpus
- 3 – Antennen
- 4 – Augen
- 5 – Peristomium
- 6 – Parapodium
• 7 – Rückencirrus
• 8 – Borsten
• 9 – Notopodium
• 10 – Neuropodium
• 11 – Bauchcirrus
- 12 – Pharynx („Rüssel“)
- 13 – Kiefer
Suchen Sie die Linsenaugen. Was sind everse Linsenaugen?
- 4 Stück
- blau-schwarz
- trapezförmig angeordnet
- Lage: breite, hintere Ende Prostomium
- einschichtige Retina
- evers = nach aufwärts gewendet
• Rezeptoren der Retina sind dem Licht zugewandt
Zeichnen und beschriften Sie ein Parapodium!
- s. Kükenthal S. 193, Abb. 112
Welchen Funktion haben die Parapodien?
- Fortbewegung (durch Stemmbewegungen), schlängelnd
Darmkanal
Wo liegt die Mundöffnung?
- etwas ventral verschoben
- von Prostomium überdacht
Versuchen Sie vorsichtig den Pharynx am fixierten Präparat auszustülpen. Wie ist der Pharynx gebaut?
- mit Zähnen und Kiefern (v.a. aus gegerbten Proteinen)
- bauchig und muskulös
- durch Kontraktion erweitert und nach hinten gezogen
- Wand: dicht mit Drüsenzellen besetzt
Lage des Afters.
- terminal im Pygidium
Querschnitt
Beschreiben Sie die Unterschiede zwischen dem Querschnitt von Lumbricus und Nereis:
- im Bau und Verhälnis von Ring- und Längsmuskulatur
- in der Gliederung der Leibeshöhle
- im Blutgefäßsystem – Achten Sie auf die Versorgung der Parapodien
- im Bau des Bauchmarks
Lumbricus Nereis
Bau und Verhältnis der Ring- und Längsmuskulatur - Ring- und Längsmuskulatur
- Ringmuskeln: Unterbrechung durch Borsten
- Längsmuskulatur in 2 Bänder gegliedert, getrennt durch Bindgewebssepten - Ring-, Diagonal- und Längsmuskulatur
- Ringmuskeln: seitliche Unterbrechung durch Parapodien
- Längsmuskulatur in 4 Segmente (Bänder) gegliedert
- Ringmuskulatur relativ dünn
- Längsmuskulatur verhältnismäßig viel dicker. mächtig
Gliederung der Leibeshöhle - Hautmuskelschlauchr – Coelom – Darm mit Typholosolis – Coelom – Hautmuskelschlauch
- keine trennenden Strukturen - geräumig
- Nephridienkammer – Transversalmuskeln – Darmkammer – Transversalmuskeln –Nephridienkammer
- trennende Strukturen: Transversalmuskeln
Blutgefäßsystem, Versorgung Parapodien - keine Parapodien
- keine Kiemen
- Ventilklappen im Rückengefäß ? Verhinderung Rückfließen Blut bei Diastole
- Lateralherzen (= Gefäßschlingen)
- Subneuralgefäß, Rückengefäß, Bauchgefäß - 2 Hauptstämme: Rückengefäß, Bauchgefäß
- Bauchgefäß abgehende Schlingen entsenden zum Parapodium führende Schlingen (vom Ringgefäß aus)
- Versorgung Kiemen
- keine Lateralherzen
- Rückengefäß:
• dorsal vom Darm
• kontraktil
• Blut von hinten nach vorne
- Bauchgefäß:
• ventral vom Darm
• Blut nach hinten
- Rückengefäß und Bauchgefäß stehen miteinander in Verbindung
- geschlossen
- gut entwickelt
Bau des Bauchmarks - teilen sich vom Unterschlundganglion aus in 2 Stränge, oben und unten des Körpers verlaufend (Strickleiternervensystem) - ventral in der Mitte
- 2 dicht nebeneinander liegende Längsstämme
Zeichen und beschriften Sie die innere Organisation eines Parapodium
- s. Kükenthal S. 193, Abb.113
Allgemeine Fragen
Charakterisieren Sie die Atmung von Polychaeten
- häufig durch Kiemen (zarthäutige Ausstülpungen an der Basis der Notopodien)
- durch die Haut (reich durchblutet)
Welche Arten von Exkretionsorganen treten auf? Sind diese an bestimmte Entwicklungsstadien gebunden?
- Metanephridien (Segmentalorgane) – paarweise in jedem Segment
- Protonephridien
- After
- Rückenporen
- gebunden an bestimmte Entwicklungsstadien?:
Wie bewegen sich die Anneliden fort?
- Kriechen (Strecken vordere Körperregion (Kontraktion Ringmuskulatur) ? Kontraktionswelle der Längsmuskulatur von vorn nach hinten ? lokale Verdickung ? Körper zieht nach vorn
- Ausfahren der Borsten verhindert Zurückrutschen
Nennen Sie verschiedene Ernährungsweisen von Anneliden.
- parasitische Ernährung – Egel
- nicht-ektoparasitisch
• detritovore Ernährung – Regenwurm, abgestorbene Pflanzenteile (ehe verschluckt, von der Natur des pankreatischen Saftes befeuchtet; Verdauung außerhalb des Magens)
• kleine Wirbellose, Aas (Nereis diversicolor)
Beschreiben Sie den Bau der Trochophora-Larve.
- Gestalt: kugelig, birnen- oder walzenförmig
- durchgehender Verdauungstrakt
- Mund ventral
- After terminal
- Wimpernringe
• Prototroch – umzieht Körper äquatorial vor dem Mund
- teilt Körper in Episphäre (Scheitel mit Wimpernbüschel und Ansammlung von Sinnes- und Ganglienzellen) und Hyposphäre
• Metatroch – verläuft hinter dem Mund)
Wie läuft die teloblastische Sprossung ab? Segment- und Coelombildung.
- ungeschlechtliche Fortpflanzung
- frei schwimmende Larve (Trochophora) ? links und recht neben Anus liegen Urmesodermzellen ? Teilung ? 2 Urmesodermstreifen (ventrale Zellstränge)
? schieben sich vor den Mund ? Gliederung drei bis sechs Coelomsackpaare (synchron)
- Bildung weiterer Coelomsackpaare in einer Sprossungszone (Lage vor dem After)
- Teil Episphäre ? Prostomium, Teil Hyposphäre ? Pygidium – bei weiterer Entwicklung zum Adulttier
- Nectochaeta = Larven, die schon mehrere Segmente ausgebildet haben
Beschreiben Sie die Gliederung der Leibeshöhle und benennen Sie die trennenden Strukturen.
- geräumig
- Parapodium
- Nephridienkammer
- Transversalmuskeln (trennende Strukturen)
- Darmkammer
- Darm
- Darmkammer
- Transversalmuskeln (trennende Strukturen)
- Nephridienkammer
- Parapodium
Beschreiben Sie den Bau des Blutgefäßsystems.
- geschlossenes Blutgefäßsystem
- Lumen = Restraum der primären Leibshöhle
- Begrenzung: Basalmembran anschließend Coelomepithel- oder Muskelzellen
- 2 Hauptlängsstämme
- über dem Darm gelegene (Rückengefäß) = kontraktil ? Blut von hinten nach vorne
- Bauch (unter dem Darm liegend)- und Rückengefäß stehen in Verbindung: Gefäße in der Bacuwand, Ringgefäße
- Segmentale = Seitengefäße – entspringen bzw. münden in die Längsgefäße ? Versorgung mit reichen Kapillarnetzen Hautmuskelschlauch, Nephridien, Gonaden
Metazoa
Eumetazoa
Articulata
Annelida
Polychaeten
Phyllodocida
Nereis virens
Vorkommen
Nennen Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen Lumbricus und Nereis!
Lumbricus Nereis
Vorkommen - Schlamm
- feuchte Erde
kann lange in Wasser leben Meer
Borsten stark verkürzt Borstenbündel (4)
Pharynx vorstülpbar nein ja
Zähne, Kiefer nein ja
Clitellum ja nein
Parapodien nein, reduziert ja
Kiemen nein ja
Lateralherzen ja nein
Augen 2 everse Augen 4 Linsenaugen
Atmung durch die Haut Kiemen
Geschlechtsorgane 2 Paar Hoden, 2 Paar Ovarien in jedem Segment weibliche und männliche Geschlechtsorgane
Zwitter getrenntgeschlechtlich
Entwicklung direkt, ohne Larvenstadium mit Larvenstadium
Äußere Merkmale
Sind die Segmente gleichartig (homonom) oder verschieden (heteronom) gebaut?
- homonom
- nur Kopf- und Hinterende (trägt zwei Analcirren) abweichend gestaltet
Beschriften Sie die laterale und dorsale Kopfansicht insbesondere alle Kopfanhänge!
- s. Bilder im „Zoologischen Praktikum“ S. 46 ? Kükenthal (24.) S. 192, Abb.111
- 1 – Peristominaltentakel
- 2 – Palpus
- 3 – Antennen
- 4 – Augen
- 5 – Peristomium
- 6 – Parapodium
• 7 – Rückencirrus
• 8 – Borsten
• 9 – Notopodium
• 10 – Neuropodium
• 11 – Bauchcirrus
- 12 – Pharynx („Rüssel“)
- 13 – Kiefer
Suchen Sie die Linsenaugen. Was sind everse Linsenaugen?
- 4 Stück
- blau-schwarz
- trapezförmig angeordnet
- Lage: breite, hintere Ende Prostomium
- einschichtige Retina
- evers = nach aufwärts gewendet
• Rezeptoren der Retina sind dem Licht zugewandt
Zeichnen und beschriften Sie ein Parapodium!
- s. Kükenthal S. 193, Abb. 112
Welchen Funktion haben die Parapodien?
- Fortbewegung (durch Stemmbewegungen), schlängelnd
Darmkanal
Wo liegt die Mundöffnung?
- etwas ventral verschoben
- von Prostomium überdacht
Versuchen Sie vorsichtig den Pharynx am fixierten Präparat auszustülpen. Wie ist der Pharynx gebaut?
- mit Zähnen und Kiefern (v.a. aus gegerbten Proteinen)
- bauchig und muskulös
- durch Kontraktion erweitert und nach hinten gezogen
- Wand: dicht mit Drüsenzellen besetzt
Lage des Afters.
- terminal im Pygidium
Querschnitt
Beschreiben Sie die Unterschiede zwischen dem Querschnitt von Lumbricus und Nereis:
- im Bau und Verhälnis von Ring- und Längsmuskulatur
- in der Gliederung der Leibeshöhle
- im Blutgefäßsystem – Achten Sie auf die Versorgung der Parapodien
- im Bau des Bauchmarks
Lumbricus Nereis
Bau und Verhältnis der Ring- und Längsmuskulatur - Ring- und Längsmuskulatur
- Ringmuskeln: Unterbrechung durch Borsten
- Längsmuskulatur in 2 Bänder gegliedert, getrennt durch Bindgewebssepten - Ring-, Diagonal- und Längsmuskulatur
- Ringmuskeln: seitliche Unterbrechung durch Parapodien
- Längsmuskulatur in 4 Segmente (Bänder) gegliedert
- Ringmuskulatur relativ dünn
- Längsmuskulatur verhältnismäßig viel dicker. mächtig
Gliederung der Leibeshöhle - Hautmuskelschlauchr – Coelom – Darm mit Typholosolis – Coelom – Hautmuskelschlauch
- keine trennenden Strukturen - geräumig
- Nephridienkammer – Transversalmuskeln – Darmkammer – Transversalmuskeln –Nephridienkammer
- trennende Strukturen: Transversalmuskeln
Blutgefäßsystem, Versorgung Parapodien - keine Parapodien
- keine Kiemen
- Ventilklappen im Rückengefäß ? Verhinderung Rückfließen Blut bei Diastole
- Lateralherzen (= Gefäßschlingen)
- Subneuralgefäß, Rückengefäß, Bauchgefäß - 2 Hauptstämme: Rückengefäß, Bauchgefäß
- Bauchgefäß abgehende Schlingen entsenden zum Parapodium führende Schlingen (vom Ringgefäß aus)
- Versorgung Kiemen
- keine Lateralherzen
- Rückengefäß:
• dorsal vom Darm
• kontraktil
• Blut von hinten nach vorne
- Bauchgefäß:
• ventral vom Darm
• Blut nach hinten
- Rückengefäß und Bauchgefäß stehen miteinander in Verbindung
- geschlossen
- gut entwickelt
Bau des Bauchmarks - teilen sich vom Unterschlundganglion aus in 2 Stränge, oben und unten des Körpers verlaufend (Strickleiternervensystem) - ventral in der Mitte
- 2 dicht nebeneinander liegende Längsstämme
Zeichen und beschriften Sie die innere Organisation eines Parapodium
- s. Kükenthal S. 193, Abb.113
Allgemeine Fragen
Charakterisieren Sie die Atmung von Polychaeten
- häufig durch Kiemen (zarthäutige Ausstülpungen an der Basis der Notopodien)
- durch die Haut (reich durchblutet)
Welche Arten von Exkretionsorganen treten auf? Sind diese an bestimmte Entwicklungsstadien gebunden?
- Metanephridien (Segmentalorgane) – paarweise in jedem Segment
- Protonephridien
- After
- Rückenporen
- gebunden an bestimmte Entwicklungsstadien?:
Wie bewegen sich die Anneliden fort?
- Kriechen (Strecken vordere Körperregion (Kontraktion Ringmuskulatur) ? Kontraktionswelle der Längsmuskulatur von vorn nach hinten ? lokale Verdickung ? Körper zieht nach vorn
- Ausfahren der Borsten verhindert Zurückrutschen
Nennen Sie verschiedene Ernährungsweisen von Anneliden.
- parasitische Ernährung – Egel
- nicht-ektoparasitisch
• detritovore Ernährung – Regenwurm, abgestorbene Pflanzenteile (ehe verschluckt, von der Natur des pankreatischen Saftes befeuchtet; Verdauung außerhalb des Magens)
• kleine Wirbellose, Aas (Nereis diversicolor)
Beschreiben Sie den Bau der Trochophora-Larve.
- Gestalt: kugelig, birnen- oder walzenförmig
- durchgehender Verdauungstrakt
- Mund ventral
- After terminal
- Wimpernringe
• Prototroch – umzieht Körper äquatorial vor dem Mund
- teilt Körper in Episphäre (Scheitel mit Wimpernbüschel und Ansammlung von Sinnes- und Ganglienzellen) und Hyposphäre
• Metatroch – verläuft hinter dem Mund)
Wie läuft die teloblastische Sprossung ab? Segment- und Coelombildung.
- ungeschlechtliche Fortpflanzung
- frei schwimmende Larve (Trochophora) ? links und recht neben Anus liegen Urmesodermzellen ? Teilung ? 2 Urmesodermstreifen (ventrale Zellstränge)
? schieben sich vor den Mund ? Gliederung drei bis sechs Coelomsackpaare (synchron)
- Bildung weiterer Coelomsackpaare in einer Sprossungszone (Lage vor dem After)
- Teil Episphäre ? Prostomium, Teil Hyposphäre ? Pygidium – bei weiterer Entwicklung zum Adulttier
- Nectochaeta = Larven, die schon mehrere Segmente ausgebildet haben
Beschreiben Sie die Gliederung der Leibeshöhle und benennen Sie die trennenden Strukturen.
- geräumig
- Parapodium
- Nephridienkammer
- Transversalmuskeln (trennende Strukturen)
- Darmkammer
- Darm
- Darmkammer
- Transversalmuskeln (trennende Strukturen)
- Nephridienkammer
- Parapodium
Beschreiben Sie den Bau des Blutgefäßsystems.
- geschlossenes Blutgefäßsystem
- Lumen = Restraum der primären Leibshöhle
- Begrenzung: Basalmembran anschließend Coelomepithel- oder Muskelzellen
- 2 Hauptlängsstämme
- über dem Darm gelegene (Rückengefäß) = kontraktil ? Blut von hinten nach vorne
- Bauch (unter dem Darm liegend)- und Rückengefäß stehen in Verbindung: Gefäße in der Bacuwand, Ringgefäße
- Segmentale = Seitengefäße – entspringen bzw. münden in die Längsgefäße ? Versorgung mit reichen Kapillarnetzen Hautmuskelschlauch, Nephridien, Gonaden
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