2.1 Cnidaria - Hydra
Hydra sp.
Metatzoa
Eumetazoa
Cnidaria, Nesseltiere
Hydrozoa, Hydroidpolypen
Was versteht man unter einer dipoblastischen Organisation?
Organismus entwickelt sich aus zwei Keimblättern (Ektoderm und Entoderm)
Wie ist der Rumpf in Längsrichtung gegliedert?
Kopf – hypostom und Tentakel
Gastralregion – nimmt größten Raum ein
Knospungszone
(Stiel)
(Fußregion)
Wie groß ist die Anzahl der Tentakel?
4- 12
abhängig von der Art
schwankt nach Umwelt- und Ernährungsbedingungen
Kann man Gruppen von Nesselzellen an den Tentakeln erkennen?
ja, in jeder Ectodermzelle
Durchschlagskapseln – Stenotelen (Penetranten): 1- 2 Stück in der hochgewölbten Mitte
Wickelkapseln – Desmonemen (Volventen): bildet außen herum einen Kranz
Haftkapseln – Glutinanten (Isorhizen): einige umgeben Stenotelen
Wo liegt die Mund-/ Afteröffnung?
Mund: im Zentrum des Peristoms (= Mundfeld) – häufig zu Mundkegel oder Rüssel ausgezogen
After = Mundöffnung
Was wird als Hypostom bezeichnet?
Mundkegel
Kommen Knospen von Tochterindividuen vor?
ja
= Ungeschlechtliche Fortpflanzung (häufig vorkommend)
Entstehen Knospen an beliebigen Stellen des Rumpfes?
nein
Ausbildung an der Grenze von Stiel und Rumpf
Wie heften sich die Tiere mit der basalen Fußscheibe fest?
klebriges Sekret (Glykoproteine): von den Zellen der Fußscheibe gebildet
heften sich an Wasserpflanzen fest
Können sich die Tiere fortbewegen? Wenn ja, wie?
ja
Überschlag („Salto“) à Aufsuchen neuer Standort
zur Seite biegen von Kopf und Tentakel – zum Substrat hinab
à Ausschleudern klebriger Fäden aus den Kapseln der Isorhizen à Tentakel haften am Substrat, während sich die Fußscheibe umgekehrt vom Substrat löst
à Körper biegt sich zur Seite und heftet den Fuß an anderer Stelle wieder an
mehrmal wiederholt, bis geeigneter Platz erreicht ist
Hungernde Hydren:
Ablösen vom Untergrund à schweben zur Wasseroberfläche
à Fuß wird hochgebogen und an der Unterseite der Wasseroberfläche festgeklebt
à lassen sich kopfunter treiben, Tentakel fungieren als Angelschnüre
à bilden am Fuß eine Wasserblase, um an der Oberfläche zu bleiben (Auftrieb)
Wie können Reize wahrgenommen werden?
Schlanke Sinneszellen in Form sensorischer Neurone zwischen den Epitjelmuskelzellen eingestreut
Gibt es eine Fortleitung der Reizerregung?
SZ mit einem Kinocilium als rezeptorischen Fortsatz ausgerüstet à steht an ihrer Basis mit dem Nervennetz in Verbindung
Wie kommt es zu einer Verkürzung des Rumpfes?
Zellen Gastrodermis – an der Basis bilden sie zirkulär verlaufende Muskelfibrillen, die bei einer Dekontraktion den Körper kurz und dick werden lassen
Was sind Epithelmuskelzellen? Welche Merkmale und Funktionen haben sie?
Epitelmuskelzellen = kontraktile Fibrillen (Basis der Ektodermzellen in der Längsrichtung ausgezogen, in diesem, der Stützlamelle anliegenden Fortsatz, verlaufen die Fibrillen)
Doppelfunktion:
phagozytierende Epithelmuskelzellen – Nährzellen, Drüsen- und Fresszellen
lassen den Körper bei Kontraktion lang und schlank werden
Merkmale:
oberhalb kontraktiler Fortsatz: taillenartig eingeschnürrt à lassen Zwischenräume
ektodermale Muskelzellen: Einfügung schlanke Sinnesnervenzellen, in bestimmten Bereichen auch Drüsenzellen vorhanden
Wo liegen interstinelle Zellen (I-Zellen)?
= kleine, amöboid bewegende Zellen
in den interstitiellen Räumen (Pfeiler- oder wurzelartige Hohlräume unterhalb der Oberfläche der Körperwand – miteinander kommunizierend)
Welche Bedeutung haben diese Zellen für die Fortpflanzung und Regeneration?
können sich zu Nematocyten, Nerven- und Geschlechtszellen differenzieren
wandern in die Knospen ein à Differenzierung
Können Sie Nesselzellen (Nematocyten) oder Cnidoblasten erkennen? Was ist ein Cnidocil?
Nematocyten: Kapseln zahlreich und besonders deutlich an Tentaklen
Cnidoblasten:
Cnidocil = sensorischer Apparat der Nematocyte
Welche unterschiedlichen Funktionstypen von Nesselkapseln (Nematocyten) gibt es?
Durchschlagskapseln (Stenotelen, Penetranten)
Wickelkapseln (Desmonemen, Volventen)
Haftkapseln (Glutinanten, Isorhizen)
Sinneszellen und Nervenzellen sind an lichtmikroskopischen Präparaten schwer zu finden! Kommem sie vor?
ja
schlanke Sinneszellen in Form sensorischer Neurone eingestreut
bi- und multipolare Nervenzellen
Was sind Nährmuskelzellen?
=phagocytierende Epithelmuskelzellen
Nährzellen bilden an der Basis zirkulärende verlaufende Muskelfibrillen aus (für Kontraktion)
Charakterisieren Sie Merkmale und Aufgaben dieser Zellen!
Merkmale:
begeißelte Entodermzellen
reich an Nahrungsvakuolen
phagocytierende Partikel
Aufgaben:
Resorption bereits gelöster Nahrungsstoffe
Phagocytose à Verdauung wird intrazellulär zum Abschluß gebracht
Speicherung Reservestoffe (Glykogen, Lipide, Proteine) à Deckung des Stoffwechsels aller übrigen Zellen durch Abgabe der Grundbausteine der Nahrungsstoffe in den Interzellularraum
Können Sie Drüsenzellen finden? Was sezernieren sie?
zwei Typen:
produzieren schleimige Sekrete à Schützen das Darmepithel vor Verletzungen und Verdauungsenzymen
sezernieren Verdauungsenzyme
à Im Prinzip Funktion wie beim Menschen (Magen/ Darm)
weniger zahlreich
schlanker als Nährzellen
teilweise ohne Geißeln
Überlegen Sie, wie Wasser und Stoffwechselendprodukte aus den Zellen entfernt werden!
unverdauliche Reste: aus der Mundöffnung = After
Stützlamelle (Mesogloea): Besteht diese Schicht aus Zellen? Welche Funktion hat sie?
ursprünglich zellfrei
besteht zu 98% (oder 99%) aus Wasser
außerdem Kollagen, Glykoproteine (Laminin, Fibro?ectin)
dünn und strukturlos
Ektoderm- und Entodermzellen sind in ihr verankert
erzeugt von beiden Epithelien