5.1 Annelida - Lumbricus terrestris
Lumbricus terrestris
Metazoa
Eumetazoa
Articulata
Annelida
Clitellata
Oligochaeta
Lumbricida
Lumbricus terrestris
Äußere Merkmale
Untersuchen Sie die Lage von Prostomium, Mund, Pygidium, After.
- Prostomium (= Kopflappen):
• nimmt Vorderende Körper ein – vorderste Körperabschnitt
• kein Segment
• durchsetzt dorsal das erste Segment
- Mund:
• ventral
• Am Hinterende Kopflappen
• Mund mit Vorsprung (Lappen, Lippe) ? Ergreifen
- Pygidium:
• Hinterende – hinterste Körperabschnitt
• kein Segment
- After:
• im Pygidium
• senkrecht verlaufend
Ist ein Clittelum entwickelt?
- Februar bis August
- geschlechtreife Tiere
- heller gefärbte Verdickung im vorderer Körperabschnitt
- umfasst Rücken und Flanken der Segmente 32 bis 37
Wo liegen: männliche Genitalöffnungen, Samenrinnen, weibliche Genitalöffnungen, Öffnungen des Receptacula seminis?
- = Zwitter
- männliche Genitalöffnungen:
• seitlich an der Bauchfläche
• 15. Segment
• lateral der ventralen Borsten
• von lippenförmigen Querwülsten eingefasst
- Samenrinnen:
• Außenrand der Lippen nach hinten bis zum Clittelum
• Funktion: Transport des Spermas
- weibliche Genitalöffnungen:
• seitlich an der Bauchfläche
• 14. Segment
• lateral der ventralen Borsten
• sehr fein, schwer erkennbar
- Öffnungen des Receptacula seminis (Spermatheca):
• während der Fortpflanzungszeit
• in den beiden das 10. Segment begrenzenden Furchen
• kugelige Einstülpungen, feine Öffnungen, nicht immer wahrnehmbar
Wie viele Borsten kommen pro Segment vor?
- 8
- jederseits zu einem ventralen und einem lateralen Paar
- aus Proteinen und Chitinfibrillen – in epidermaler Einstülpung (Borstensäckchen) von einer Borstenzelle erzeugt
Darmkanal
Pharynx: Beachten Sie die radial ansetzende Muskulatur und die kolbenförmigen Drüsenzellen! Welche Bedeutung haben diese Merkmale?
- Drüsenzellen:
• Wand Pharynx
• Büschel
• Sekret = reich an Schleim ? Erleichterung des Schlingaktes
+ Amylase, Proteasen ? Enzyme zur Verdauung
- Muskelfaserzüge:
• zahlreich, ziehen vom Pharynx zur Körperwand
• vorderen: kurz, seitlich gerichtet; hinteren: zunehmend länger, ziehen schräg nach hinten (durchsetzen mehrere Dissepimente)
• Kontraktion ? Pharynx wird erweitert und nach hinten gezogen
Welche Position hat das Gehirn und welche Nerven gehen von ihm aus?
- Vorderrand Pharynx
- weiße Farbe
- paarig
- Cerebralganglion
Oesophagus: Sondieren Sie die Lage der Kalkdrüsen! (Samenblase zur Seite biegen!)
- O.: 7.- 13. Segment
- 10.- 12., O. mit Längsfalten ? beiderseits 3 Paar weiße, reich durchblutete Kalksäckchen – beiden hinteren scheiden Calciumcarbonat aus, Vorderen = Reservoir
Worin liegt vermutlich die Bedeutung dieser Drüsen?
- Kalk gelangt in den Darm und wird mit Kot ausgeschieden
- Einregulierung eines bestimmten pH-Wertes im Blut und in der Coalomflüssigkeit (Kontrolle Calcium- und -Spiegel)
Welche Abschnitte sind Kropf und Muskelmagen? Erläutern Sie deren funktionelle Einheit!
- Kropf:
• gleich nach Oesophagus
• rundlich
• Funktion: Ansammlung von Nahrung wird von da aus weitergeleitet
- Muskelmagen:
• unmittelbar nach Kropf
• kräftige Muskulatur, starke Cuticula
• Zerreiben der Nahrung m.H. von aufgenommenen Sandkörnern
Mitteldarm: Beachten Sie die Chloragozellen! (Stereomikroskop)
- Mitteldarm:
• Anfangsteil = breiter als Magen
• läuft geradlinig
• segmental eingeschnürrt
• von gelbbrauner Masse bedeckt, v.a. im Rückengefäß angehäuft
- Chloragozellen:
• keulenförmige, zellige Anhänge
• = stark vergrößerte und umgewandelte Zellen des visceralen Coelomepithels
• Speicherung von Fetten, Synthese Glykogen, Proteinabbau, Bildung Harnsäure und Harnstoff
• beteiligt am Eisenstoffwechsel
• enthält Ferrit und Hämoglobin
Erläutern Sie die Hauptfunktion des Mitteldarmes! Was verstehen Sie unter Typhlosolis?
- Hauptfunktion:
• Sezernieren
• Resorbieren
- Typhlosis:
• Exkretionsorgan
• ragt als Längsfalte in das Lumen des Mitteldarmes hinein, fehlt im hinteren Teil
• von Gefäßen durchzogen, mit Chloragozellen erfüllt
• ? Vergrößerung Darmfläche
• Bildung Sekundärharn
Gefäße
Rückengefäß: In welche Richtung fließt das Blut?
- stark
- liegt dorsal dem Darm auf
- kontraktil
- ? Blut fließt nach vorn
Wo liegen 5 Paar Lateralherzen?
- 7.- 11. Segment
- = Gefäßschlingen, gehen beiderseits vom Rückengefäß aus – münden, den Oesophagus umfassend, in das ventral vom Darm verlaufende Bauchgefäß – kontraktile Seitengefäße
- muskelzellreich, im Innern mit Ventilklappen
Suchen Sie die segmentalen Dorsointestinalgefäße! Welche Funktion im Kreislauf haben sie?
- beiden hinteren Schlingen, deutlich sichtbar
- leiten das Blut aus dem Kapillarnetz der Darmwand ab
Warum ist das Gefäßsystem der Darmwand nicht sichtbar?
- liegt zwischen den Muskulaturen
Welche Längsgefäße verlaufen ventral? (Jetzt nicht zu sehen!)
- subneutrales Gefäß
- subintestinales Gefäß (Bauchgefäß)
Wie wird die Körperwand mit Blut versorgt?
- Rückengefäß (dorsales Hauptgefäß), Blut von hinten nach vorne + 2 ventrale Gefäße, Blut von hinten nach vorne
- Rückengefäß mit den beiden ventralen in jedem Segment durch zwei Gefäßbogen verbunden
• splanchische Bogen
• somatischer Bogen
- 2. Gefäßbogen breitet sich mit seinen kapillaren Verzweigungen v.a. in d. Körperwand aus
- Übernehmen Funktion der Hautatmung
Genitalorgane
Unterscheiden Sie: 3 Paar Samenblasen, 2 Paar Receptacula seminis.
- Samenblasen:
• groß
• gelblich-weiß
• sackförmige Ausstülpungen der Dissepimente
• 9.- 13. Segment
• umgreifen dorsal Oesophagus (bei starker Entwicklung)
- Receptacula seminis:
• weiblicher Geshlechtsapparat
• Einstülpungen des Integuments
• zur Leibeshöhle hin geschlossen
• weiße, kugelrunde Körper
• lateral im 9. und 10. Segment
• Speicherung Samen
Wenn man die zentralen Teile der Samenblasen, die Samenkapseln im 10. und 11. Segment, dorsal öffnet, kann man 2 Paar Hoden und die Öffnungen der Samenleiter finden (schwierig!).
- Samenkapseln: Coelomräume, die völlig von den segmentalen Coelomkammern „abgekapselt“ sind
- Hoden:
• 1 im 10., 1 im 11. Segment
- Samentrichter:
• groß, flimmernd
• grell-weiß
• Aussehen wie Faltenfilter
• setzen sich nach außen in den Samenleiter fort
Verfolgen Sie den Verlauf der Samenleiter!
- durchbricht Hinterwand der Samenkapsel ? erst schräg ? dann geradlinig nach hinten
- beide Samenleiter vereinigen sich zu einem Kanal, der im 15. Segment den Hautmuskelschlauch durchsetzt
Samenblaseninhalt kann man mikroskopisch untersuchen: Spermatogenesestadien (beachten Sie: Sporocysten von Monocystis).
Sind Ovarien entwickelt?
- ja
- 1 Paar
- 13. rechts und links neben dem Bauchmark der Basis des Dissepiments 12/ 13 angeheftet
- sehr klein
- wie Zipfelmützen
- opak-weißlich
Wo verlaufen Eileiter?
- münden im 14. Segment aus
- zwei
- kurz
- schräg nach hinten und außen gerichtet
- beginnen mit einem Flimmertrichter (Öffnung nach vorn gerichtet flach im Dissepiment 13/ 14)
Wie werden die Eier befruchtet?
- Bildung Sekretgürtel um Region Clitellum ? Weiterleitung durch peristaltische Bewegungen des Haumuskelschlauches, bei Passage Geschlechtsöffnungen Ablage der Eier ? allmählich rausziehen aus dem Gürtel ? Passieren Receptacula seminis ? Sperma zu Eiern
- Gürtel ganz abgestreift ? vorne und hinten Verschluß ? Bildung Kokon (enthält Eier, Sperma, eiweißreiche Flüssigkeit)
- Lumbriccus Ablage von je 1 Ei
Metanephridien
Suchen Sie die Metanephridien!
M: Vorkommen bei Individuen, wenn Exkretionskanäle über einen Flimmertrichter in der Leibeshöhle enden, nur bei Coelomaten
- in jeder Coelomkammer, fehlen nur in den ersten drei und den letzten Segmenten
- rechts und links vom Darm
- opake, in Querschlingen liegende Kanälchen
- vom Peritonium überzogen
- durch eine Peritonealfalte an der vorderen Dissepimentwand befestigt
- = Segmentalorgane
Wo liegt das Nephrostom?
- = Wimperntrichter
- Beginn Nephridium, aber 1 Segment vor dazugehörigen Exkretionskanälchen
- sehr klein und flach
- Darm und ventraler Leibeshöhlenbegrenzung
- münden in das Coelom
Beachten Sie die Gefäßversorgung des Nephridialkanals! Welche Bedeutung hat dies?
- starke Gefäßbildung - Blutversorgung
- Abscheidung von Endprodukten des Proteinstoffwechsels (NH3)
- Osmoseregulation
- Rückresorption von verwertbaren organischen Verbindungen und von Wasser
? Bildung Sekundärharn
Nach welchen Funktionsprinzipien arbeiten Metanephridien und was scheiden sie aus?
- Filtrations-Resorptions-Niere
- Funktion: Primärharnbildung
• Flüssigkeit durch Ultrafiltration in Coelom
• Treibende Kraft = hydrostatischer Druck des Blutgefäß an der Coelomwand
• Entzug der Salze durch aktiven Transport im Nephridialkanal
Metanephridien kann man herauspräparieren und mikroskopieren (Nematoden als Parasiten im Kanal).
Bauchmark
- Teil des Nervensystems
Beachten Sie die paarigen gangliösen Anschwellungen pro Segment! Welche Bedeutung haben diese Abschnitte?
- Ausgangspunkt für die 3 Nervenäste, die dann weiter verzweigen
- die von den Sinneszellen eines Segments einlaufenden Erregungen auf die Motoneuronen desselben Segments werden geschaltet ? Reaktionsapparat (mit Sinneszellen und Muskeln)
Gibt es segmentale Seitennerven? Erläutern Sie deren Funktion!
- ja
- querverlaufende Nerven (Commissuren)
- paarigen Ganglien werden durch sie verbunden
Welche Position hat das Gehirn und welche Nerven gehen von ihm aus?
- Cerebralganglion:
• dorsal
• 3. Segment
• paarig
- nach vorn: 2 starke Nervenpaare ? Versorgung Sinnesorgane Prostomiums
Epidermis
Welche Zellarten sind unterscheidbar?
- einschichtig
- prismatische, schmale Zellen
- Drüsenzellen – mit Eosin gefärbt ? blau, rot
- Sinneszellen (schwer erkennbar)
- Borstenbildende Zellen
Welche Bedeutung haben Hautdrüsensekrete?
- Zelle: bauchige Form (blau gefärbte Zellen)
- schleimiges Sekret = Schreckstoff
- enthält Amylase und Proteasen ? Verdauung von Kohelnhydraten und Eiweißen
- Drüsenzellen: eiweißreiche Sekrete (rot gefärbte Zellen) = Kokonwandbildung (Eier), Nährflüssigkeit in den Kokons, Wohnröhren
Sind Cuticula und Basalmebran vorhanden? Woraus bestehen sie?
- feine Basalmembran
• unterhalb der Epidermis
- Cuticula:
• überzieht Epidermis
• von Epidermis ausgeschieden
• irisierend
• kollagenhaltig
Ist die Epidermis ein mehrschichtiges Epithel?
- einschichtiges Epithel
Hautmuskelschlauch
Liegt die Ringmuskulatur außen oder innen?
- äußere Schicht
- einzeln in ein lockeres Bindegewebe eingelassen
- Kerne gut erkennbar
Suchen Sie nach kapillaren Blutgefäßen in der Ringmuskulatur! Welche Bedeutung hat die intensive Blutversorgung dieser Schicht?
- Atmung durch die Haut ? Aufnahme der Atemluft in das Blutgefäßsystem ? O2 bindet sich an Hämoglobin
- je besser Durchblutung, desto mehr Sauerstoff kann aufgenommen werden
- kapillare Gefäße in der Körperwand
Die Längsmuskelzellen sind radial angeordnet an der Innenseite von schmalen, aus Bindegewebe bestehenden Fächern. Welche Form haben die Zellen und wo liegen Kern und Myofibrillen?
- innerhalb schmaler, durch zarte Bindegewebssepten getrennte Fächer
- zweireihig angeordnet
- schrägegestreifte Muskultur
Welche Schicht überzieht die Innenseite der Längsmuskulatur?
- Coelothel
- flaches Epithel, gut erkennbar
- umhüllt auch die in der Leibeshöhle liegenden Organe
Bauchmark
Unterscheiden Sie: Neuropilem, Ganglienzellen, Kolossalfasern!
- Neuropilem:
• faseriges Geflecht
• feine Axonverzweigungen und Dentriten (synaptische Verschlaltungen)
- Ganglienzellen:
• in jedem Segment 1 Paar
• = Nervenknoten
- Kolossalfasern:
• „Riesenfasern“
• Vergrößerung einiger Axone oder Verschmelzung einiger Axone
• in der Längsachse
Kommen Kolossalfasern auch im Neuropilem vor?
Welche allgemeine Bedeutung haben Kolossalfasern?
- Leitung der Erregung, die für den Zuckreflex verantwortlich ist
- Leitungsgeschwindigkeit viel höher als in Axonen
Sind segmentale Nerven zu sehen? Welche Organe innervieren sie?
Beachten Sie: Das Bauchmark wird umgeben von Gefäßen, Muskelschicht, Coelomepithel.
Mitteldarm
Im dorsalen Epithel (Typhlosolisbereich) sollen Resorptions- und Drüsenzellen vorkommen, im ventralen nur Resorptionszellen. Stimmt das?
Was bildet die luminale Begrenzung des Epithels?
- luminal = Leuchtend
- Cuticula liegt außen, ist meist irisierend (= Regenbogenfarben schimmernd)
Bringen Sie in die richtige Reihenfolge (von innen nach außen): Darmblutsinus, Darmepithel, Ringmuskulatur, Chloragoggewebe, Längsmuskulatur, Basalmembran!
Darmepithel – Darmblutsinus – Ringmuskulatur – Längsmuskulatur – Chloragoggewebe – Basalmembran
S. 183
Fehlen Coelomzellen auf der Darmwand?
- Coelomepithel umzieht außen den Darm
- zu Chloragoggewebe umgebildet
Welche Bedeutung haben Chloragozellen?
- Speicherung von Fetten
- Synthese Glykogen
- Proteinabbau
- Bildung von Harnsäure und Harnstoff
- beteiligt am Eisenstoffwechsel
- enthält Ferrit und Hämoglobin
? „Leber“
Gefäße
Wo liegen: Rücken-, Bauch-, Subneuralgefäß?
- Bauchgefäß:
• ventral in der Leibeshöhle
• unterhalb des Darm
• verläuft längs im Körper
- Rückengefäß:
• dorsal in der Leibeshöhle
• über dem Darm gelegen
• verläuft längs im Körper, schließt an das Herz an
- Subneuralgefäß:
• unter dem Bauchmark
• verläuft längs im Körper
Welche Organe versorgen diese Gefäße und welche Richtung hat der Blutstrom in ihnen?
- Bauchgefäß:
• Blutstrom: von vorne nach hinten
• Organe:
- Rückengefäß:
• Blutstrom: von hinten nach vorn
• Organe:
- Subneuralgefäß:
• Blutstrom: von vorne nach hinten
• Organe: Hautmuskelschlauch, Nephridien, Gonaden
- Organe; versorgen LaterLherzen, Oesophagus, Darm
Enthält das Blut respiratorischen Farbstoff?
- ja
- Haemoglobin
- Chlorocruorin („Grünes Blut“)
- Haemerythrin
Haben die Gefäße ein Endothel?
Metanephridien
Kommen Anschnitte durch den Nephridialkanal (evtl. durch das Nephrostom) vor?
- Kanäle die vom Nephridium durchbrechen das Dissipiment
Umhüllt werden die Kanäle von: Muskelzellen, Mantelzellen, Gefäßen, Coelomzellen (gelegentlich parasitische Nematoden im Kanalepithel).
Metazoa
Eumetazoa
Articulata
Annelida
Clitellata
Oligochaeta
Lumbricida
Lumbricus terrestris
Äußere Merkmale
Untersuchen Sie die Lage von Prostomium, Mund, Pygidium, After.
- Prostomium (= Kopflappen):
• nimmt Vorderende Körper ein – vorderste Körperabschnitt
• kein Segment
• durchsetzt dorsal das erste Segment
- Mund:
• ventral
• Am Hinterende Kopflappen
• Mund mit Vorsprung (Lappen, Lippe) ? Ergreifen
- Pygidium:
• Hinterende – hinterste Körperabschnitt
• kein Segment
- After:
• im Pygidium
• senkrecht verlaufend
Ist ein Clittelum entwickelt?
- Februar bis August
- geschlechtreife Tiere
- heller gefärbte Verdickung im vorderer Körperabschnitt
- umfasst Rücken und Flanken der Segmente 32 bis 37
Wo liegen: männliche Genitalöffnungen, Samenrinnen, weibliche Genitalöffnungen, Öffnungen des Receptacula seminis?
- = Zwitter
- männliche Genitalöffnungen:
• seitlich an der Bauchfläche
• 15. Segment
• lateral der ventralen Borsten
• von lippenförmigen Querwülsten eingefasst
- Samenrinnen:
• Außenrand der Lippen nach hinten bis zum Clittelum
• Funktion: Transport des Spermas
- weibliche Genitalöffnungen:
• seitlich an der Bauchfläche
• 14. Segment
• lateral der ventralen Borsten
• sehr fein, schwer erkennbar
- Öffnungen des Receptacula seminis (Spermatheca):
• während der Fortpflanzungszeit
• in den beiden das 10. Segment begrenzenden Furchen
• kugelige Einstülpungen, feine Öffnungen, nicht immer wahrnehmbar
Wie viele Borsten kommen pro Segment vor?
- 8
- jederseits zu einem ventralen und einem lateralen Paar
- aus Proteinen und Chitinfibrillen – in epidermaler Einstülpung (Borstensäckchen) von einer Borstenzelle erzeugt
Darmkanal
Pharynx: Beachten Sie die radial ansetzende Muskulatur und die kolbenförmigen Drüsenzellen! Welche Bedeutung haben diese Merkmale?
- Drüsenzellen:
• Wand Pharynx
• Büschel
• Sekret = reich an Schleim ? Erleichterung des Schlingaktes
+ Amylase, Proteasen ? Enzyme zur Verdauung
- Muskelfaserzüge:
• zahlreich, ziehen vom Pharynx zur Körperwand
• vorderen: kurz, seitlich gerichtet; hinteren: zunehmend länger, ziehen schräg nach hinten (durchsetzen mehrere Dissepimente)
• Kontraktion ? Pharynx wird erweitert und nach hinten gezogen
Welche Position hat das Gehirn und welche Nerven gehen von ihm aus?
- Vorderrand Pharynx
- weiße Farbe
- paarig
- Cerebralganglion
Oesophagus: Sondieren Sie die Lage der Kalkdrüsen! (Samenblase zur Seite biegen!)
- O.: 7.- 13. Segment
- 10.- 12., O. mit Längsfalten ? beiderseits 3 Paar weiße, reich durchblutete Kalksäckchen – beiden hinteren scheiden Calciumcarbonat aus, Vorderen = Reservoir
Worin liegt vermutlich die Bedeutung dieser Drüsen?
- Kalk gelangt in den Darm und wird mit Kot ausgeschieden
- Einregulierung eines bestimmten pH-Wertes im Blut und in der Coalomflüssigkeit (Kontrolle Calcium- und -Spiegel)
Welche Abschnitte sind Kropf und Muskelmagen? Erläutern Sie deren funktionelle Einheit!
- Kropf:
• gleich nach Oesophagus
• rundlich
• Funktion: Ansammlung von Nahrung wird von da aus weitergeleitet
- Muskelmagen:
• unmittelbar nach Kropf
• kräftige Muskulatur, starke Cuticula
• Zerreiben der Nahrung m.H. von aufgenommenen Sandkörnern
Mitteldarm: Beachten Sie die Chloragozellen! (Stereomikroskop)
- Mitteldarm:
• Anfangsteil = breiter als Magen
• läuft geradlinig
• segmental eingeschnürrt
• von gelbbrauner Masse bedeckt, v.a. im Rückengefäß angehäuft
- Chloragozellen:
• keulenförmige, zellige Anhänge
• = stark vergrößerte und umgewandelte Zellen des visceralen Coelomepithels
• Speicherung von Fetten, Synthese Glykogen, Proteinabbau, Bildung Harnsäure und Harnstoff
• beteiligt am Eisenstoffwechsel
• enthält Ferrit und Hämoglobin
Erläutern Sie die Hauptfunktion des Mitteldarmes! Was verstehen Sie unter Typhlosolis?
- Hauptfunktion:
• Sezernieren
• Resorbieren
- Typhlosis:
• Exkretionsorgan
• ragt als Längsfalte in das Lumen des Mitteldarmes hinein, fehlt im hinteren Teil
• von Gefäßen durchzogen, mit Chloragozellen erfüllt
• ? Vergrößerung Darmfläche
• Bildung Sekundärharn
Gefäße
Rückengefäß: In welche Richtung fließt das Blut?
- stark
- liegt dorsal dem Darm auf
- kontraktil
- ? Blut fließt nach vorn
Wo liegen 5 Paar Lateralherzen?
- 7.- 11. Segment
- = Gefäßschlingen, gehen beiderseits vom Rückengefäß aus – münden, den Oesophagus umfassend, in das ventral vom Darm verlaufende Bauchgefäß – kontraktile Seitengefäße
- muskelzellreich, im Innern mit Ventilklappen
Suchen Sie die segmentalen Dorsointestinalgefäße! Welche Funktion im Kreislauf haben sie?
- beiden hinteren Schlingen, deutlich sichtbar
- leiten das Blut aus dem Kapillarnetz der Darmwand ab
Warum ist das Gefäßsystem der Darmwand nicht sichtbar?
- liegt zwischen den Muskulaturen
Welche Längsgefäße verlaufen ventral? (Jetzt nicht zu sehen!)
- subneutrales Gefäß
- subintestinales Gefäß (Bauchgefäß)
Wie wird die Körperwand mit Blut versorgt?
- Rückengefäß (dorsales Hauptgefäß), Blut von hinten nach vorne + 2 ventrale Gefäße, Blut von hinten nach vorne
- Rückengefäß mit den beiden ventralen in jedem Segment durch zwei Gefäßbogen verbunden
• splanchische Bogen
• somatischer Bogen
- 2. Gefäßbogen breitet sich mit seinen kapillaren Verzweigungen v.a. in d. Körperwand aus
- Übernehmen Funktion der Hautatmung
Genitalorgane
Unterscheiden Sie: 3 Paar Samenblasen, 2 Paar Receptacula seminis.
- Samenblasen:
• groß
• gelblich-weiß
• sackförmige Ausstülpungen der Dissepimente
• 9.- 13. Segment
• umgreifen dorsal Oesophagus (bei starker Entwicklung)
- Receptacula seminis:
• weiblicher Geshlechtsapparat
• Einstülpungen des Integuments
• zur Leibeshöhle hin geschlossen
• weiße, kugelrunde Körper
• lateral im 9. und 10. Segment
• Speicherung Samen
Wenn man die zentralen Teile der Samenblasen, die Samenkapseln im 10. und 11. Segment, dorsal öffnet, kann man 2 Paar Hoden und die Öffnungen der Samenleiter finden (schwierig!).
- Samenkapseln: Coelomräume, die völlig von den segmentalen Coelomkammern „abgekapselt“ sind
- Hoden:
• 1 im 10., 1 im 11. Segment
- Samentrichter:
• groß, flimmernd
• grell-weiß
• Aussehen wie Faltenfilter
• setzen sich nach außen in den Samenleiter fort
Verfolgen Sie den Verlauf der Samenleiter!
- durchbricht Hinterwand der Samenkapsel ? erst schräg ? dann geradlinig nach hinten
- beide Samenleiter vereinigen sich zu einem Kanal, der im 15. Segment den Hautmuskelschlauch durchsetzt
Samenblaseninhalt kann man mikroskopisch untersuchen: Spermatogenesestadien (beachten Sie: Sporocysten von Monocystis).
Sind Ovarien entwickelt?
- ja
- 1 Paar
- 13. rechts und links neben dem Bauchmark der Basis des Dissepiments 12/ 13 angeheftet
- sehr klein
- wie Zipfelmützen
- opak-weißlich
Wo verlaufen Eileiter?
- münden im 14. Segment aus
- zwei
- kurz
- schräg nach hinten und außen gerichtet
- beginnen mit einem Flimmertrichter (Öffnung nach vorn gerichtet flach im Dissepiment 13/ 14)
Wie werden die Eier befruchtet?
- Bildung Sekretgürtel um Region Clitellum ? Weiterleitung durch peristaltische Bewegungen des Haumuskelschlauches, bei Passage Geschlechtsöffnungen Ablage der Eier ? allmählich rausziehen aus dem Gürtel ? Passieren Receptacula seminis ? Sperma zu Eiern
- Gürtel ganz abgestreift ? vorne und hinten Verschluß ? Bildung Kokon (enthält Eier, Sperma, eiweißreiche Flüssigkeit)
- Lumbriccus Ablage von je 1 Ei
Metanephridien
Suchen Sie die Metanephridien!
M: Vorkommen bei Individuen, wenn Exkretionskanäle über einen Flimmertrichter in der Leibeshöhle enden, nur bei Coelomaten
- in jeder Coelomkammer, fehlen nur in den ersten drei und den letzten Segmenten
- rechts und links vom Darm
- opake, in Querschlingen liegende Kanälchen
- vom Peritonium überzogen
- durch eine Peritonealfalte an der vorderen Dissepimentwand befestigt
- = Segmentalorgane
Wo liegt das Nephrostom?
- = Wimperntrichter
- Beginn Nephridium, aber 1 Segment vor dazugehörigen Exkretionskanälchen
- sehr klein und flach
- Darm und ventraler Leibeshöhlenbegrenzung
- münden in das Coelom
Beachten Sie die Gefäßversorgung des Nephridialkanals! Welche Bedeutung hat dies?
- starke Gefäßbildung - Blutversorgung
- Abscheidung von Endprodukten des Proteinstoffwechsels (NH3)
- Osmoseregulation
- Rückresorption von verwertbaren organischen Verbindungen und von Wasser
? Bildung Sekundärharn
Nach welchen Funktionsprinzipien arbeiten Metanephridien und was scheiden sie aus?
- Filtrations-Resorptions-Niere
- Funktion: Primärharnbildung
• Flüssigkeit durch Ultrafiltration in Coelom
• Treibende Kraft = hydrostatischer Druck des Blutgefäß an der Coelomwand
• Entzug der Salze durch aktiven Transport im Nephridialkanal
Metanephridien kann man herauspräparieren und mikroskopieren (Nematoden als Parasiten im Kanal).
Bauchmark
- Teil des Nervensystems
Beachten Sie die paarigen gangliösen Anschwellungen pro Segment! Welche Bedeutung haben diese Abschnitte?
- Ausgangspunkt für die 3 Nervenäste, die dann weiter verzweigen
- die von den Sinneszellen eines Segments einlaufenden Erregungen auf die Motoneuronen desselben Segments werden geschaltet ? Reaktionsapparat (mit Sinneszellen und Muskeln)
Gibt es segmentale Seitennerven? Erläutern Sie deren Funktion!
- ja
- querverlaufende Nerven (Commissuren)
- paarigen Ganglien werden durch sie verbunden
Welche Position hat das Gehirn und welche Nerven gehen von ihm aus?
- Cerebralganglion:
• dorsal
• 3. Segment
• paarig
- nach vorn: 2 starke Nervenpaare ? Versorgung Sinnesorgane Prostomiums
Epidermis
Welche Zellarten sind unterscheidbar?
- einschichtig
- prismatische, schmale Zellen
- Drüsenzellen – mit Eosin gefärbt ? blau, rot
- Sinneszellen (schwer erkennbar)
- Borstenbildende Zellen
Welche Bedeutung haben Hautdrüsensekrete?
- Zelle: bauchige Form (blau gefärbte Zellen)
- schleimiges Sekret = Schreckstoff
- enthält Amylase und Proteasen ? Verdauung von Kohelnhydraten und Eiweißen
- Drüsenzellen: eiweißreiche Sekrete (rot gefärbte Zellen) = Kokonwandbildung (Eier), Nährflüssigkeit in den Kokons, Wohnröhren
Sind Cuticula und Basalmebran vorhanden? Woraus bestehen sie?
- feine Basalmembran
• unterhalb der Epidermis
- Cuticula:
• überzieht Epidermis
• von Epidermis ausgeschieden
• irisierend
• kollagenhaltig
Ist die Epidermis ein mehrschichtiges Epithel?
- einschichtiges Epithel
Hautmuskelschlauch
Liegt die Ringmuskulatur außen oder innen?
- äußere Schicht
- einzeln in ein lockeres Bindegewebe eingelassen
- Kerne gut erkennbar
Suchen Sie nach kapillaren Blutgefäßen in der Ringmuskulatur! Welche Bedeutung hat die intensive Blutversorgung dieser Schicht?
- Atmung durch die Haut ? Aufnahme der Atemluft in das Blutgefäßsystem ? O2 bindet sich an Hämoglobin
- je besser Durchblutung, desto mehr Sauerstoff kann aufgenommen werden
- kapillare Gefäße in der Körperwand
Die Längsmuskelzellen sind radial angeordnet an der Innenseite von schmalen, aus Bindegewebe bestehenden Fächern. Welche Form haben die Zellen und wo liegen Kern und Myofibrillen?
- innerhalb schmaler, durch zarte Bindegewebssepten getrennte Fächer
- zweireihig angeordnet
- schrägegestreifte Muskultur
Welche Schicht überzieht die Innenseite der Längsmuskulatur?
- Coelothel
- flaches Epithel, gut erkennbar
- umhüllt auch die in der Leibeshöhle liegenden Organe
Bauchmark
Unterscheiden Sie: Neuropilem, Ganglienzellen, Kolossalfasern!
- Neuropilem:
• faseriges Geflecht
• feine Axonverzweigungen und Dentriten (synaptische Verschlaltungen)
- Ganglienzellen:
• in jedem Segment 1 Paar
• = Nervenknoten
- Kolossalfasern:
• „Riesenfasern“
• Vergrößerung einiger Axone oder Verschmelzung einiger Axone
• in der Längsachse
Kommen Kolossalfasern auch im Neuropilem vor?
Welche allgemeine Bedeutung haben Kolossalfasern?
- Leitung der Erregung, die für den Zuckreflex verantwortlich ist
- Leitungsgeschwindigkeit viel höher als in Axonen
Sind segmentale Nerven zu sehen? Welche Organe innervieren sie?
Beachten Sie: Das Bauchmark wird umgeben von Gefäßen, Muskelschicht, Coelomepithel.
Mitteldarm
Im dorsalen Epithel (Typhlosolisbereich) sollen Resorptions- und Drüsenzellen vorkommen, im ventralen nur Resorptionszellen. Stimmt das?
Was bildet die luminale Begrenzung des Epithels?
- luminal = Leuchtend
- Cuticula liegt außen, ist meist irisierend (= Regenbogenfarben schimmernd)
Bringen Sie in die richtige Reihenfolge (von innen nach außen): Darmblutsinus, Darmepithel, Ringmuskulatur, Chloragoggewebe, Längsmuskulatur, Basalmembran!
Darmepithel – Darmblutsinus – Ringmuskulatur – Längsmuskulatur – Chloragoggewebe – Basalmembran
S. 183
Fehlen Coelomzellen auf der Darmwand?
- Coelomepithel umzieht außen den Darm
- zu Chloragoggewebe umgebildet
Welche Bedeutung haben Chloragozellen?
- Speicherung von Fetten
- Synthese Glykogen
- Proteinabbau
- Bildung von Harnsäure und Harnstoff
- beteiligt am Eisenstoffwechsel
- enthält Ferrit und Hämoglobin
? „Leber“
Gefäße
Wo liegen: Rücken-, Bauch-, Subneuralgefäß?
- Bauchgefäß:
• ventral in der Leibeshöhle
• unterhalb des Darm
• verläuft längs im Körper
- Rückengefäß:
• dorsal in der Leibeshöhle
• über dem Darm gelegen
• verläuft längs im Körper, schließt an das Herz an
- Subneuralgefäß:
• unter dem Bauchmark
• verläuft längs im Körper
Welche Organe versorgen diese Gefäße und welche Richtung hat der Blutstrom in ihnen?
- Bauchgefäß:
• Blutstrom: von vorne nach hinten
• Organe:
- Rückengefäß:
• Blutstrom: von hinten nach vorn
• Organe:
- Subneuralgefäß:
• Blutstrom: von vorne nach hinten
• Organe: Hautmuskelschlauch, Nephridien, Gonaden
- Organe; versorgen LaterLherzen, Oesophagus, Darm
Enthält das Blut respiratorischen Farbstoff?
- ja
- Haemoglobin
- Chlorocruorin („Grünes Blut“)
- Haemerythrin
Haben die Gefäße ein Endothel?
Metanephridien
Kommen Anschnitte durch den Nephridialkanal (evtl. durch das Nephrostom) vor?
- Kanäle die vom Nephridium durchbrechen das Dissipiment
Umhüllt werden die Kanäle von: Muskelzellen, Mantelzellen, Gefäßen, Coelomzellen (gelegentlich parasitische Nematoden im Kanalepithel).
Metazoa
Eumetazoa
Articulata
Annelida
Clitellata
Oligochaeta
Lumbricida
Lumbricus terrestris
Äußere Merkmale
Untersuchen Sie die Lage von Prostomium, Mund, Pygidium, After.
- Prostomium (= Kopflappen):
• nimmt Vorderende Körper ein – vorderste Körperabschnitt
• kein Segment
• durchsetzt dorsal das erste Segment
- Mund:
• ventral
• Am Hinterende Kopflappen
• Mund mit Vorsprung (Lappen, Lippe) ? Ergreifen
- Pygidium:
• Hinterende – hinterste Körperabschnitt
• kein Segment
- After:
• im Pygidium
• senkrecht verlaufend
Ist ein Clittelum entwickelt?
- Februar bis August
- geschlechtreife Tiere
- heller gefärbte Verdickung im vorderer Körperabschnitt
- umfasst Rücken und Flanken der Segmente 32 bis 37
Wo liegen: männliche Genitalöffnungen, Samenrinnen, weibliche Genitalöffnungen, Öffnungen des Receptacula seminis?
- = Zwitter
- männliche Genitalöffnungen:
• seitlich an der Bauchfläche
• 15. Segment
• lateral der ventralen Borsten
• von lippenförmigen Querwülsten eingefasst
- Samenrinnen:
• Außenrand der Lippen nach hinten bis zum Clittelum
• Funktion: Transport des Spermas
- weibliche Genitalöffnungen:
• seitlich an der Bauchfläche
• 14. Segment
• lateral der ventralen Borsten
• sehr fein, schwer erkennbar
- Öffnungen des Receptacula seminis (Spermatheca):
• während der Fortpflanzungszeit
• in den beiden das 10. Segment begrenzenden Furchen
• kugelige Einstülpungen, feine Öffnungen, nicht immer wahrnehmbar
Wie viele Borsten kommen pro Segment vor?
- 8
- jederseits zu einem ventralen und einem lateralen Paar
- aus Proteinen und Chitinfibrillen – in epidermaler Einstülpung (Borstensäckchen) von einer Borstenzelle erzeugt
Darmkanal
Pharynx: Beachten Sie die radial ansetzende Muskulatur und die kolbenförmigen Drüsenzellen! Welche Bedeutung haben diese Merkmale?
- Drüsenzellen:
• Wand Pharynx
• Büschel
• Sekret = reich an Schleim ? Erleichterung des Schlingaktes
+ Amylase, Proteasen ? Enzyme zur Verdauung
- Muskelfaserzüge:
• zahlreich, ziehen vom Pharynx zur Körperwand
• vorderen: kurz, seitlich gerichtet; hinteren: zunehmend länger, ziehen schräg nach hinten (durchsetzen mehrere Dissepimente)
• Kontraktion ? Pharynx wird erweitert und nach hinten gezogen
Welche Position hat das Gehirn und welche Nerven gehen von ihm aus?
- Vorderrand Pharynx
- weiße Farbe
- paarig
- Cerebralganglion
Oesophagus: Sondieren Sie die Lage der Kalkdrüsen! (Samenblase zur Seite biegen!)
- O.: 7.- 13. Segment
- 10.- 12., O. mit Längsfalten ? beiderseits 3 Paar weiße, reich durchblutete Kalksäckchen – beiden hinteren scheiden Calciumcarbonat aus, Vorderen = Reservoir
Worin liegt vermutlich die Bedeutung dieser Drüsen?
- Kalk gelangt in den Darm und wird mit Kot ausgeschieden
- Einregulierung eines bestimmten pH-Wertes im Blut und in der Coalomflüssigkeit (Kontrolle Calcium- und -Spiegel)
Welche Abschnitte sind Kropf und Muskelmagen? Erläutern Sie deren funktionelle Einheit!
- Kropf:
• gleich nach Oesophagus
• rundlich
• Funktion: Ansammlung von Nahrung wird von da aus weitergeleitet
- Muskelmagen:
• unmittelbar nach Kropf
• kräftige Muskulatur, starke Cuticula
• Zerreiben der Nahrung m.H. von aufgenommenen Sandkörnern
Mitteldarm: Beachten Sie die Chloragozellen! (Stereomikroskop)
- Mitteldarm:
• Anfangsteil = breiter als Magen
• läuft geradlinig
• segmental eingeschnürrt
• von gelbbrauner Masse bedeckt, v.a. im Rückengefäß angehäuft
- Chloragozellen:
• keulenförmige, zellige Anhänge
• = stark vergrößerte und umgewandelte Zellen des visceralen Coelomepithels
• Speicherung von Fetten, Synthese Glykogen, Proteinabbau, Bildung Harnsäure und Harnstoff
• beteiligt am Eisenstoffwechsel
• enthält Ferrit und Hämoglobin
Erläutern Sie die Hauptfunktion des Mitteldarmes! Was verstehen Sie unter Typhlosolis?
- Hauptfunktion:
• Sezernieren
• Resorbieren
- Typhlosis:
• Exkretionsorgan
• ragt als Längsfalte in das Lumen des Mitteldarmes hinein, fehlt im hinteren Teil
• von Gefäßen durchzogen, mit Chloragozellen erfüllt
• ? Vergrößerung Darmfläche
• Bildung Sekundärharn
Gefäße
Rückengefäß: In welche Richtung fließt das Blut?
- stark
- liegt dorsal dem Darm auf
- kontraktil
- ? Blut fließt nach vorn
Wo liegen 5 Paar Lateralherzen?
- 7.- 11. Segment
- = Gefäßschlingen, gehen beiderseits vom Rückengefäß aus – münden, den Oesophagus umfassend, in das ventral vom Darm verlaufende Bauchgefäß – kontraktile Seitengefäße
- muskelzellreich, im Innern mit Ventilklappen
Suchen Sie die segmentalen Dorsointestinalgefäße! Welche Funktion im Kreislauf haben sie?
- beiden hinteren Schlingen, deutlich sichtbar
- leiten das Blut aus dem Kapillarnetz der Darmwand ab
Warum ist das Gefäßsystem der Darmwand nicht sichtbar?
- liegt zwischen den Muskulaturen
Welche Längsgefäße verlaufen ventral? (Jetzt nicht zu sehen!)
- subneutrales Gefäß
- subintestinales Gefäß (Bauchgefäß)
Wie wird die Körperwand mit Blut versorgt?
- Rückengefäß (dorsales Hauptgefäß), Blut von hinten nach vorne + 2 ventrale Gefäße, Blut von hinten nach vorne
- Rückengefäß mit den beiden ventralen in jedem Segment durch zwei Gefäßbogen verbunden
• splanchische Bogen
• somatischer Bogen
- 2. Gefäßbogen breitet sich mit seinen kapillaren Verzweigungen v.a. in d. Körperwand aus
- Übernehmen Funktion der Hautatmung
Genitalorgane
Unterscheiden Sie: 3 Paar Samenblasen, 2 Paar Receptacula seminis.
- Samenblasen:
• groß
• gelblich-weiß
• sackförmige Ausstülpungen der Dissepimente
• 9.- 13. Segment
• umgreifen dorsal Oesophagus (bei starker Entwicklung)
- Receptacula seminis:
• weiblicher Geshlechtsapparat
• Einstülpungen des Integuments
• zur Leibeshöhle hin geschlossen
• weiße, kugelrunde Körper
• lateral im 9. und 10. Segment
• Speicherung Samen
Wenn man die zentralen Teile der Samenblasen, die Samenkapseln im 10. und 11. Segment, dorsal öffnet, kann man 2 Paar Hoden und die Öffnungen der Samenleiter finden (schwierig!).
- Samenkapseln: Coelomräume, die völlig von den segmentalen Coelomkammern „abgekapselt“ sind
- Hoden:
• 1 im 10., 1 im 11. Segment
- Samentrichter:
• groß, flimmernd
• grell-weiß
• Aussehen wie Faltenfilter
• setzen sich nach außen in den Samenleiter fort
Verfolgen Sie den Verlauf der Samenleiter!
- durchbricht Hinterwand der Samenkapsel ? erst schräg ? dann geradlinig nach hinten
- beide Samenleiter vereinigen sich zu einem Kanal, der im 15. Segment den Hautmuskelschlauch durchsetzt
Samenblaseninhalt kann man mikroskopisch untersuchen: Spermatogenesestadien (beachten Sie: Sporocysten von Monocystis).
Sind Ovarien entwickelt?
- ja
- 1 Paar
- 13. rechts und links neben dem Bauchmark der Basis des Dissepiments 12/ 13 angeheftet
- sehr klein
- wie Zipfelmützen
- opak-weißlich
Wo verlaufen Eileiter?
- münden im 14. Segment aus
- zwei
- kurz
- schräg nach hinten und außen gerichtet
- beginnen mit einem Flimmertrichter (Öffnung nach vorn gerichtet flach im Dissepiment 13/ 14)
Wie werden die Eier befruchtet?
- Bildung Sekretgürtel um Region Clitellum ? Weiterleitung durch peristaltische Bewegungen des Haumuskelschlauches, bei Passage Geschlechtsöffnungen Ablage der Eier ? allmählich rausziehen aus dem Gürtel ? Passieren Receptacula seminis ? Sperma zu Eiern
- Gürtel ganz abgestreift ? vorne und hinten Verschluß ? Bildung Kokon (enthält Eier, Sperma, eiweißreiche Flüssigkeit)
- Lumbriccus Ablage von je 1 Ei
Metanephridien
Suchen Sie die Metanephridien!
M: Vorkommen bei Individuen, wenn Exkretionskanäle über einen Flimmertrichter in der Leibeshöhle enden, nur bei Coelomaten
- in jeder Coelomkammer, fehlen nur in den ersten drei und den letzten Segmenten
- rechts und links vom Darm
- opake, in Querschlingen liegende Kanälchen
- vom Peritonium überzogen
- durch eine Peritonealfalte an der vorderen Dissepimentwand befestigt
- = Segmentalorgane
Wo liegt das Nephrostom?
- = Wimperntrichter
- Beginn Nephridium, aber 1 Segment vor dazugehörigen Exkretionskanälchen
- sehr klein und flach
- Darm und ventraler Leibeshöhlenbegrenzung
- münden in das Coelom
Beachten Sie die Gefäßversorgung des Nephridialkanals! Welche Bedeutung hat dies?
- starke Gefäßbildung - Blutversorgung
- Abscheidung von Endprodukten des Proteinstoffwechsels (NH3)
- Osmoseregulation
- Rückresorption von verwertbaren organischen Verbindungen und von Wasser
? Bildung Sekundärharn
Nach welchen Funktionsprinzipien arbeiten Metanephridien und was scheiden sie aus?
- Filtrations-Resorptions-Niere
- Funktion: Primärharnbildung
• Flüssigkeit durch Ultrafiltration in Coelom
• Treibende Kraft = hydrostatischer Druck des Blutgefäß an der Coelomwand
• Entzug der Salze durch aktiven Transport im Nephridialkanal
Metanephridien kann man herauspräparieren und mikroskopieren (Nematoden als Parasiten im Kanal).
Bauchmark
- Teil des Nervensystems
Beachten Sie die paarigen gangliösen Anschwellungen pro Segment! Welche Bedeutung haben diese Abschnitte?
- Ausgangspunkt für die 3 Nervenäste, die dann weiter verzweigen
- die von den Sinneszellen eines Segments einlaufenden Erregungen auf die Motoneuronen desselben Segments werden geschaltet ? Reaktionsapparat (mit Sinneszellen und Muskeln)
Gibt es segmentale Seitennerven? Erläutern Sie deren Funktion!
- ja
- querverlaufende Nerven (Commissuren)
- paarigen Ganglien werden durch sie verbunden
Welche Position hat das Gehirn und welche Nerven gehen von ihm aus?
- Cerebralganglion:
• dorsal
• 3. Segment
• paarig
- nach vorn: 2 starke Nervenpaare ? Versorgung Sinnesorgane Prostomiums
Epidermis
Welche Zellarten sind unterscheidbar?
- einschichtig
- prismatische, schmale Zellen
- Drüsenzellen – mit Eosin gefärbt ? blau, rot
- Sinneszellen (schwer erkennbar)
- Borstenbildende Zellen
Welche Bedeutung haben Hautdrüsensekrete?
- Zelle: bauchige Form (blau gefärbte Zellen)
- schleimiges Sekret = Schreckstoff
- enthält Amylase und Proteasen ? Verdauung von Kohelnhydraten und Eiweißen
- Drüsenzellen: eiweißreiche Sekrete (rot gefärbte Zellen) = Kokonwandbildung (Eier), Nährflüssigkeit in den Kokons, Wohnröhren
Sind Cuticula und Basalmebran vorhanden? Woraus bestehen sie?
- feine Basalmembran
• unterhalb der Epidermis
- Cuticula:
• überzieht Epidermis
• von Epidermis ausgeschieden
• irisierend
• kollagenhaltig
Ist die Epidermis ein mehrschichtiges Epithel?
- einschichtiges Epithel
Hautmuskelschlauch
Liegt die Ringmuskulatur außen oder innen?
- äußere Schicht
- einzeln in ein lockeres Bindegewebe eingelassen
- Kerne gut erkennbar
Suchen Sie nach kapillaren Blutgefäßen in der Ringmuskulatur! Welche Bedeutung hat die intensive Blutversorgung dieser Schicht?
- Atmung durch die Haut ? Aufnahme der Atemluft in das Blutgefäßsystem ? O2 bindet sich an Hämoglobin
- je besser Durchblutung, desto mehr Sauerstoff kann aufgenommen werden
- kapillare Gefäße in der Körperwand
Die Längsmuskelzellen sind radial angeordnet an der Innenseite von schmalen, aus Bindegewebe bestehenden Fächern. Welche Form haben die Zellen und wo liegen Kern und Myofibrillen?
- innerhalb schmaler, durch zarte Bindegewebssepten getrennte Fächer
- zweireihig angeordnet
- schrägegestreifte Muskultur
Welche Schicht überzieht die Innenseite der Längsmuskulatur?
- Coelothel
- flaches Epithel, gut erkennbar
- umhüllt auch die in der Leibeshöhle liegenden Organe
Bauchmark
Unterscheiden Sie: Neuropilem, Ganglienzellen, Kolossalfasern!
- Neuropilem:
• faseriges Geflecht
• feine Axonverzweigungen und Dentriten (synaptische Verschlaltungen)
- Ganglienzellen:
• in jedem Segment 1 Paar
• = Nervenknoten
- Kolossalfasern:
• „Riesenfasern“
• Vergrößerung einiger Axone oder Verschmelzung einiger Axone
• in der Längsachse
Kommen Kolossalfasern auch im Neuropilem vor?
Welche allgemeine Bedeutung haben Kolossalfasern?
- Leitung der Erregung, die für den Zuckreflex verantwortlich ist
- Leitungsgeschwindigkeit viel höher als in Axonen
Sind segmentale Nerven zu sehen? Welche Organe innervieren sie?
Beachten Sie: Das Bauchmark wird umgeben von Gefäßen, Muskelschicht, Coelomepithel.
Mitteldarm
Im dorsalen Epithel (Typhlosolisbereich) sollen Resorptions- und Drüsenzellen vorkommen, im ventralen nur Resorptionszellen. Stimmt das?
Was bildet die luminale Begrenzung des Epithels?
- luminal = Leuchtend
- Cuticula liegt außen, ist meist irisierend (= Regenbogenfarben schimmernd)
Bringen Sie in die richtige Reihenfolge (von innen nach außen): Darmblutsinus, Darmepithel, Ringmuskulatur, Chloragoggewebe, Längsmuskulatur, Basalmembran!
Darmepithel – Darmblutsinus – Ringmuskulatur – Längsmuskulatur – Chloragoggewebe – Basalmembran
S. 183
Fehlen Coelomzellen auf der Darmwand?
- Coelomepithel umzieht außen den Darm
- zu Chloragoggewebe umgebildet
Welche Bedeutung haben Chloragozellen?
- Speicherung von Fetten
- Synthese Glykogen
- Proteinabbau
- Bildung von Harnsäure und Harnstoff
- beteiligt am Eisenstoffwechsel
- enthält Ferrit und Hämoglobin
? „Leber“
Gefäße
Wo liegen: Rücken-, Bauch-, Subneuralgefäß?
- Bauchgefäß:
• ventral in der Leibeshöhle
• unterhalb des Darm
• verläuft längs im Körper
- Rückengefäß:
• dorsal in der Leibeshöhle
• über dem Darm gelegen
• verläuft längs im Körper, schließt an das Herz an
- Subneuralgefäß:
• unter dem Bauchmark
• verläuft längs im Körper
Welche Organe versorgen diese Gefäße und welche Richtung hat der Blutstrom in ihnen?
- Bauchgefäß:
• Blutstrom: von vorne nach hinten
• Organe:
- Rückengefäß:
• Blutstrom: von hinten nach vorn
• Organe:
- Subneuralgefäß:
• Blutstrom: von vorne nach hinten
• Organe: Hautmuskelschlauch, Nephridien, Gonaden
- Organe; versorgen LaterLherzen, Oesophagus, Darm
Enthält das Blut respiratorischen Farbstoff?
- ja
- Haemoglobin
- Chlorocruorin („Grünes Blut“)
- Haemerythrin
Haben die Gefäße ein Endothel?
Metanephridien
Kommen Anschnitte durch den Nephridialkanal (evtl. durch das Nephrostom) vor?
- Kanäle die vom Nephridium durchbrechen das Dissipiment
Umhüllt werden die Kanäle von: Muskelzellen, Mantelzellen, Gefäßen, Coelomzellen (gelegentlich parasitische Nematoden im Kanalepithel).
Metazoa
Eumetazoa
Articulata
Annelida
Clitellata
Oligochaeta
Lumbricida
Lumbricus terrestris
Äußere Merkmale
Untersuchen Sie die Lage von Prostomium, Mund, Pygidium, After.
- Prostomium (= Kopflappen):
• nimmt Vorderende Körper ein – vorderste Körperabschnitt
• kein Segment
• durchsetzt dorsal das erste Segment
- Mund:
• ventral
• Am Hinterende Kopflappen
• Mund mit Vorsprung (Lappen, Lippe) ? Ergreifen
- Pygidium:
• Hinterende – hinterste Körperabschnitt
• kein Segment
- After:
• im Pygidium
• senkrecht verlaufend
Ist ein Clittelum entwickelt?
- Februar bis August
- geschlechtreife Tiere
- heller gefärbte Verdickung im vorderer Körperabschnitt
- umfasst Rücken und Flanken der Segmente 32 bis 37
Wo liegen: männliche Genitalöffnungen, Samenrinnen, weibliche Genitalöffnungen, Öffnungen des Receptacula seminis?
- = Zwitter
- männliche Genitalöffnungen:
• seitlich an der Bauchfläche
• 15. Segment
• lateral der ventralen Borsten
• von lippenförmigen Querwülsten eingefasst
- Samenrinnen:
• Außenrand der Lippen nach hinten bis zum Clittelum
• Funktion: Transport des Spermas
- weibliche Genitalöffnungen:
• seitlich an der Bauchfläche
• 14. Segment
• lateral der ventralen Borsten
• sehr fein, schwer erkennbar
- Öffnungen des Receptacula seminis (Spermatheca):
• während der Fortpflanzungszeit
• in den beiden das 10. Segment begrenzenden Furchen
• kugelige Einstülpungen, feine Öffnungen, nicht immer wahrnehmbar
Wie viele Borsten kommen pro Segment vor?
- 8
- jederseits zu einem ventralen und einem lateralen Paar
- aus Proteinen und Chitinfibrillen – in epidermaler Einstülpung (Borstensäckchen) von einer Borstenzelle erzeugt
Darmkanal
Pharynx: Beachten Sie die radial ansetzende Muskulatur und die kolbenförmigen Drüsenzellen! Welche Bedeutung haben diese Merkmale?
- Drüsenzellen:
• Wand Pharynx
• Büschel
• Sekret = reich an Schleim ? Erleichterung des Schlingaktes
+ Amylase, Proteasen ? Enzyme zur Verdauung
- Muskelfaserzüge:
• zahlreich, ziehen vom Pharynx zur Körperwand
• vorderen: kurz, seitlich gerichtet; hinteren: zunehmend länger, ziehen schräg nach hinten (durchsetzen mehrere Dissepimente)
• Kontraktion ? Pharynx wird erweitert und nach hinten gezogen
Welche Position hat das Gehirn und welche Nerven gehen von ihm aus?
- Vorderrand Pharynx
- weiße Farbe
- paarig
- Cerebralganglion
Oesophagus: Sondieren Sie die Lage der Kalkdrüsen! (Samenblase zur Seite biegen!)
- O.: 7.- 13. Segment
- 10.- 12., O. mit Längsfalten ? beiderseits 3 Paar weiße, reich durchblutete Kalksäckchen – beiden hinteren scheiden Calciumcarbonat aus, Vorderen = Reservoir
Worin liegt vermutlich die Bedeutung dieser Drüsen?
- Kalk gelangt in den Darm und wird mit Kot ausgeschieden
- Einregulierung eines bestimmten pH-Wertes im Blut und in der Coalomflüssigkeit (Kontrolle Calcium- und -Spiegel)
Welche Abschnitte sind Kropf und Muskelmagen? Erläutern Sie deren funktionelle Einheit!
- Kropf:
• gleich nach Oesophagus
• rundlich
• Funktion: Ansammlung von Nahrung wird von da aus weitergeleitet
- Muskelmagen:
• unmittelbar nach Kropf
• kräftige Muskulatur, starke Cuticula
• Zerreiben der Nahrung m.H. von aufgenommenen Sandkörnern
Mitteldarm: Beachten Sie die Chloragozellen! (Stereomikroskop)
- Mitteldarm:
• Anfangsteil = breiter als Magen
• läuft geradlinig
• segmental eingeschnürrt
• von gelbbrauner Masse bedeckt, v.a. im Rückengefäß angehäuft
- Chloragozellen:
• keulenförmige, zellige Anhänge
• = stark vergrößerte und umgewandelte Zellen des visceralen Coelomepithels
• Speicherung von Fetten, Synthese Glykogen, Proteinabbau, Bildung Harnsäure und Harnstoff
• beteiligt am Eisenstoffwechsel
• enthält Ferrit und Hämoglobin
Erläutern Sie die Hauptfunktion des Mitteldarmes! Was verstehen Sie unter Typhlosolis?
- Hauptfunktion:
• Sezernieren
• Resorbieren
- Typhlosis:
• Exkretionsorgan
• ragt als Längsfalte in das Lumen des Mitteldarmes hinein, fehlt im hinteren Teil
• von Gefäßen durchzogen, mit Chloragozellen erfüllt
• ? Vergrößerung Darmfläche
• Bildung Sekundärharn
Gefäße
Rückengefäß: In welche Richtung fließt das Blut?
- stark
- liegt dorsal dem Darm auf
- kontraktil
- ? Blut fließt nach vorn
Wo liegen 5 Paar Lateralherzen?
- 7.- 11. Segment
- = Gefäßschlingen, gehen beiderseits vom Rückengefäß aus – münden, den Oesophagus umfassend, in das ventral vom Darm verlaufende Bauchgefäß – kontraktile Seitengefäße
- muskelzellreich, im Innern mit Ventilklappen
Suchen Sie die segmentalen Dorsointestinalgefäße! Welche Funktion im Kreislauf haben sie?
- beiden hinteren Schlingen, deutlich sichtbar
- leiten das Blut aus dem Kapillarnetz der Darmwand ab
Warum ist das Gefäßsystem der Darmwand nicht sichtbar?
- liegt zwischen den Muskulaturen
Welche Längsgefäße verlaufen ventral? (Jetzt nicht zu sehen!)
- subneutrales Gefäß
- subintestinales Gefäß (Bauchgefäß)
Wie wird die Körperwand mit Blut versorgt?
- Rückengefäß (dorsales Hauptgefäß), Blut von hinten nach vorne + 2 ventrale Gefäße, Blut von hinten nach vorne
- Rückengefäß mit den beiden ventralen in jedem Segment durch zwei Gefäßbogen verbunden
• splanchische Bogen
• somatischer Bogen
- 2. Gefäßbogen breitet sich mit seinen kapillaren Verzweigungen v.a. in d. Körperwand aus
- Übernehmen Funktion der Hautatmung
Genitalorgane
Unterscheiden Sie: 3 Paar Samenblasen, 2 Paar Receptacula seminis.
- Samenblasen:
• groß
• gelblich-weiß
• sackförmige Ausstülpungen der Dissepimente
• 9.- 13. Segment
• umgreifen dorsal Oesophagus (bei starker Entwicklung)
- Receptacula seminis:
• weiblicher Geshlechtsapparat
• Einstülpungen des Integuments
• zur Leibeshöhle hin geschlossen
• weiße, kugelrunde Körper
• lateral im 9. und 10. Segment
• Speicherung Samen
Wenn man die zentralen Teile der Samenblasen, die Samenkapseln im 10. und 11. Segment, dorsal öffnet, kann man 2 Paar Hoden und die Öffnungen der Samenleiter finden (schwierig!).
- Samenkapseln: Coelomräume, die völlig von den segmentalen Coelomkammern „abgekapselt“ sind
- Hoden:
• 1 im 10., 1 im 11. Segment
- Samentrichter:
• groß, flimmernd
• grell-weiß
• Aussehen wie Faltenfilter
• setzen sich nach außen in den Samenleiter fort
Verfolgen Sie den Verlauf der Samenleiter!
- durchbricht Hinterwand der Samenkapsel ? erst schräg ? dann geradlinig nach hinten
- beide Samenleiter vereinigen sich zu einem Kanal, der im 15. Segment den Hautmuskelschlauch durchsetzt
Samenblaseninhalt kann man mikroskopisch untersuchen: Spermatogenesestadien (beachten Sie: Sporocysten von Monocystis).
Sind Ovarien entwickelt?
- ja
- 1 Paar
- 13. rechts und links neben dem Bauchmark der Basis des Dissepiments 12/ 13 angeheftet
- sehr klein
- wie Zipfelmützen
- opak-weißlich
Wo verlaufen Eileiter?
- münden im 14. Segment aus
- zwei
- kurz
- schräg nach hinten und außen gerichtet
- beginnen mit einem Flimmertrichter (Öffnung nach vorn gerichtet flach im Dissepiment 13/ 14)
Wie werden die Eier befruchtet?
- Bildung Sekretgürtel um Region Clitellum ? Weiterleitung durch peristaltische Bewegungen des Haumuskelschlauches, bei Passage Geschlechtsöffnungen Ablage der Eier ? allmählich rausziehen aus dem Gürtel ? Passieren Receptacula seminis ? Sperma zu Eiern
- Gürtel ganz abgestreift ? vorne und hinten Verschluß ? Bildung Kokon (enthält Eier, Sperma, eiweißreiche Flüssigkeit)
- Lumbriccus Ablage von je 1 Ei
Metanephridien
Suchen Sie die Metanephridien!
M: Vorkommen bei Individuen, wenn Exkretionskanäle über einen Flimmertrichter in der Leibeshöhle enden, nur bei Coelomaten
- in jeder Coelomkammer, fehlen nur in den ersten drei und den letzten Segmenten
- rechts und links vom Darm
- opake, in Querschlingen liegende Kanälchen
- vom Peritonium überzogen
- durch eine Peritonealfalte an der vorderen Dissepimentwand befestigt
- = Segmentalorgane
Wo liegt das Nephrostom?
- = Wimperntrichter
- Beginn Nephridium, aber 1 Segment vor dazugehörigen Exkretionskanälchen
- sehr klein und flach
- Darm und ventraler Leibeshöhlenbegrenzung
- münden in das Coelom
Beachten Sie die Gefäßversorgung des Nephridialkanals! Welche Bedeutung hat dies?
- starke Gefäßbildung - Blutversorgung
- Abscheidung von Endprodukten des Proteinstoffwechsels (NH3)
- Osmoseregulation
- Rückresorption von verwertbaren organischen Verbindungen und von Wasser
? Bildung Sekundärharn
Nach welchen Funktionsprinzipien arbeiten Metanephridien und was scheiden sie aus?
- Filtrations-Resorptions-Niere
- Funktion: Primärharnbildung
• Flüssigkeit durch Ultrafiltration in Coelom
• Treibende Kraft = hydrostatischer Druck des Blutgefäß an der Coelomwand
• Entzug der Salze durch aktiven Transport im Nephridialkanal
Metanephridien kann man herauspräparieren und mikroskopieren (Nematoden als Parasiten im Kanal).
Bauchmark
- Teil des Nervensystems
Beachten Sie die paarigen gangliösen Anschwellungen pro Segment! Welche Bedeutung haben diese Abschnitte?
- Ausgangspunkt für die 3 Nervenäste, die dann weiter verzweigen
- die von den Sinneszellen eines Segments einlaufenden Erregungen auf die Motoneuronen desselben Segments werden geschaltet ? Reaktionsapparat (mit Sinneszellen und Muskeln)
Gibt es segmentale Seitennerven? Erläutern Sie deren Funktion!
- ja
- querverlaufende Nerven (Commissuren)
- paarigen Ganglien werden durch sie verbunden
Welche Position hat das Gehirn und welche Nerven gehen von ihm aus?
- Cerebralganglion:
• dorsal
• 3. Segment
• paarig
- nach vorn: 2 starke Nervenpaare ? Versorgung Sinnesorgane Prostomiums
Epidermis
Welche Zellarten sind unterscheidbar?
- einschichtig
- prismatische, schmale Zellen
- Drüsenzellen – mit Eosin gefärbt ? blau, rot
- Sinneszellen (schwer erkennbar)
- Borstenbildende Zellen
Welche Bedeutung haben Hautdrüsensekrete?
- Zelle: bauchige Form (blau gefärbte Zellen)
- schleimiges Sekret = Schreckstoff
- enthält Amylase und Proteasen ? Verdauung von Kohelnhydraten und Eiweißen
- Drüsenzellen: eiweißreiche Sekrete (rot gefärbte Zellen) = Kokonwandbildung (Eier), Nährflüssigkeit in den Kokons, Wohnröhren
Sind Cuticula und Basalmebran vorhanden? Woraus bestehen sie?
- feine Basalmembran
• unterhalb der Epidermis
- Cuticula:
• überzieht Epidermis
• von Epidermis ausgeschieden
• irisierend
• kollagenhaltig
Ist die Epidermis ein mehrschichtiges Epithel?
- einschichtiges Epithel
Hautmuskelschlauch
Liegt die Ringmuskulatur außen oder innen?
- äußere Schicht
- einzeln in ein lockeres Bindegewebe eingelassen
- Kerne gut erkennbar
Suchen Sie nach kapillaren Blutgefäßen in der Ringmuskulatur! Welche Bedeutung hat die intensive Blutversorgung dieser Schicht?
- Atmung durch die Haut ? Aufnahme der Atemluft in das Blutgefäßsystem ? O2 bindet sich an Hämoglobin
- je besser Durchblutung, desto mehr Sauerstoff kann aufgenommen werden
- kapillare Gefäße in der Körperwand
Die Längsmuskelzellen sind radial angeordnet an der Innenseite von schmalen, aus Bindegewebe bestehenden Fächern. Welche Form haben die Zellen und wo liegen Kern und Myofibrillen?
- innerhalb schmaler, durch zarte Bindegewebssepten getrennte Fächer
- zweireihig angeordnet
- schrägegestreifte Muskultur
Welche Schicht überzieht die Innenseite der Längsmuskulatur?
- Coelothel
- flaches Epithel, gut erkennbar
- umhüllt auch die in der Leibeshöhle liegenden Organe
Bauchmark
Unterscheiden Sie: Neuropilem, Ganglienzellen, Kolossalfasern!
- Neuropilem:
• faseriges Geflecht
• feine Axonverzweigungen und Dentriten (synaptische Verschlaltungen)
- Ganglienzellen:
• in jedem Segment 1 Paar
• = Nervenknoten
- Kolossalfasern:
• „Riesenfasern“
• Vergrößerung einiger Axone oder Verschmelzung einiger Axone
• in der Längsachse
Kommen Kolossalfasern auch im Neuropilem vor?
Welche allgemeine Bedeutung haben Kolossalfasern?
- Leitung der Erregung, die für den Zuckreflex verantwortlich ist
- Leitungsgeschwindigkeit viel höher als in Axonen
Sind segmentale Nerven zu sehen? Welche Organe innervieren sie?
Beachten Sie: Das Bauchmark wird umgeben von Gefäßen, Muskelschicht, Coelomepithel.
Mitteldarm
Im dorsalen Epithel (Typhlosolisbereich) sollen Resorptions- und Drüsenzellen vorkommen, im ventralen nur Resorptionszellen. Stimmt das?
Was bildet die luminale Begrenzung des Epithels?
- luminal = Leuchtend
- Cuticula liegt außen, ist meist irisierend (= Regenbogenfarben schimmernd)
Bringen Sie in die richtige Reihenfolge (von innen nach außen): Darmblutsinus, Darmepithel, Ringmuskulatur, Chloragoggewebe, Längsmuskulatur, Basalmembran!
Darmepithel – Darmblutsinus – Ringmuskulatur – Längsmuskulatur – Chloragoggewebe – Basalmembran
S. 183
Fehlen Coelomzellen auf der Darmwand?
- Coelomepithel umzieht außen den Darm
- zu Chloragoggewebe umgebildet
Welche Bedeutung haben Chloragozellen?
- Speicherung von Fetten
- Synthese Glykogen
- Proteinabbau
- Bildung von Harnsäure und Harnstoff
- beteiligt am Eisenstoffwechsel
- enthält Ferrit und Hämoglobin
? „Leber“
Gefäße
Wo liegen: Rücken-, Bauch-, Subneuralgefäß?
- Bauchgefäß:
• ventral in der Leibeshöhle
• unterhalb des Darm
• verläuft längs im Körper
- Rückengefäß:
• dorsal in der Leibeshöhle
• über dem Darm gelegen
• verläuft längs im Körper, schließt an das Herz an
- Subneuralgefäß:
• unter dem Bauchmark
• verläuft längs im Körper
Welche Organe versorgen diese Gefäße und welche Richtung hat der Blutstrom in ihnen?
- Bauchgefäß:
• Blutstrom: von vorne nach hinten
• Organe:
- Rückengefäß:
• Blutstrom: von hinten nach vorn
• Organe:
- Subneuralgefäß:
• Blutstrom: von vorne nach hinten
• Organe: Hautmuskelschlauch, Nephridien, Gonaden
- Organe; versorgen LaterLherzen, Oesophagus, Darm
Enthält das Blut respiratorischen Farbstoff?
- ja
- Haemoglobin
- Chlorocruorin („Grünes Blut“)
- Haemerythrin
Haben die Gefäße ein Endothel?
Metanephridien
Kommen Anschnitte durch den Nephridialkanal (evtl. durch das Nephrostom) vor?
- Kanäle die vom Nephridium durchbrechen das Dissipiment
Umhüllt werden die Kanäle von: Muskelzellen, Mantelzellen, Gefäßen, Coelomzellen (gelegentlich parasitische Nematoden im Kanalepithel).
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