7.1 Crustacea - Daphnia pulex

Daphnia pulex – Wasserfloh

Metazoa
    Eumetazoa
        Bilateria
            Articulata
                Arthropoda
                    Euarthropoda
                        Mandibulata
                            Crustacea
                                Branchiopoda

Lebendbeobachtung

Wie ist die Schale (Carapax) beschaffen?

zweilappig
läßt nur den ventral abgeknickten Kopf mit den starken Ruderantennen frei
gehen dorsal ineinander über  Kielbildung (läuft am Hinterteil in einen Stachel aus)
= von der Kopfgegend ausgehende Hautduplikatur, Oberfläche facettiert
 
Welche Extremitäten sind im Kopfbereich erkennbar?

2. Antennen
Ruderorgane
Starkes Stammglied + zwei distale Äste, deren lange Borsten beim Ruderschlag auffächern
Spaltfußcharakter
in Stammglied treten kräftige Muskeln ein – Fortbewegung

Welche Kopfsinnesorgane sind vorhanden?

1. Antennen
sehr viel kleiner als 2. Antennen
oberhalb Mundöffnung
unbeweglich
9 Sinneshaare (Ästhetasken) an der Spitze
Chemoreception
Männchen: + 1 mechanoreceptorische Borste (= anders gebaut)

Wie sind die Extremitäten im Rumpfbereich beschaffen?

5 Paar Beine
überdecken sich
von der Schale umhüllt
Spaltfußcharakter
Weichhäutig
Erlangen Form und Festigkeit durch Blutddruck ( Turgirextremitäten)
Am Rand mit Borstenreihen besetzt, von ihrer Basis erhebt sich ein blasenförmiger Epipodit, der als Kieme

funktioniert

Welche Funktionen haben sie?

Atmung, Gasaustausch (wie gesamte Körperoberfläche)
Nahrungserwerb
 Extremitäten erzeugen Strom für Atmung und dienen als Filtereinrichtungen
Keine Fortbewegungsfunktion

Wie ist das Abdomenende beschaffen?

Hinterleib = Pleon
Stark ventralwärts gekrümmt
sehr beweglich
endet mit zwei nach hinten gerichteten Krallen

Wie bewegen sich die Tiere fort?

starker Ruderschlag der 2. Antennen
langen Borsten der distalen Äste fächern sich auf

Wie funktioniert die Nahrungsaufnahme?

5 Paar Beine (Turgorextremitäten)
kleinste pflanzliche und tierische Organismen und im Wasser schwebenden Ditritus
ständiger und rhythmischer Beinschlag  Wasserstrom im Schalenraum (vorn  hinten)
Borstenkämme an den Beinrändern wirken als Filter (Fangen aus Wasserstrom die Nahrungspartikel heraus)
Nahrungsbrei  Bauchrinne (ventral zwischen den Beinen)  Mund
Mund: Schluckbewegung  Aufnahme in Oesophagus

= Filtrierer
verfügen über fächer- oder siebartige Borstenkämme, mit denen sie ihre Futterpartikel aus dem Wasser filtrieren
Größe und Beschaffenheit der Mundwerkzeuge und des Filtrationsapparates  nur sehr kleine Futterpartikel fressen

(Nanoplanktons: 2-20 Nanometer Körpergröße) – im Wasser relativ zahlreich vertreten
sieben ihre Nahrung aus einer extrem zähen Flüssigkeit, die durch die Filter gepresst werden muss 

Filtrationsapparat ist abgeschlossen
Strudler und Filterer erzeugen einen Wasserstrom, sieben Nahrungspartikel mit Filtereinrichtungen aus
Wasserfloh (Daphnia): Extremitäten erzeugen Strom für Atmung und dienen als Filtereinrichtungen

Welche inneren Organe sind erkennbar?

Inneres Organ   
Herz
    Lebhaft pulsierend (4x/sek Kontraktion)
Dorsal liegend
Rundliches Säckchen
Jederseits Öffnung (Ostium)  Eintritt des Blutes
Keine Arterien
Farblose oder schwach gefärbte Blut umspült Organe, aber durch feine, im Körper ausgespannte,  Membranen in

bestimmte Bahnen gezwungen
Gehirn    Aus rechten und linken Ganglion verschmolzen
Komplexauge    Unpaar
In einer Cuticulakammer untergebracht
Zitternd
Naupliusauge (Nebenauge)    Pigmentfleck
Neben Cerebralganglion
Maxillarnephridium    Sehr groß
Unter Mandibel
Transversal ausgedehnt
Darmkanal    Steigt bogenförmig vom Mund beginnend in die Höhe
2 Blindsäcke vom Mitteldarm – Mitteldarmdivertikel, „Leberhörnchen“
Enddarm kurz, an den Seiten strahlenförmige Muskeln
Fettkörper    Mesodermal
Verschieden entwickelt nach physiologischen Zustand
Ovarien    Paarig
Lang gestreckte Säcke
Seitlich Darm
Münden in Brutraum
Brutraum   

Sind Eier erkennbar? Wo sind sie gelagert?

ja
Keimzone: hinters Ende Ovar
Eier wachsen in der vorn gelegenen Wachstumszone
2 verschiedene Eiarten

Subitaneier, „Jungferneier“
Nährstoffarm
1 der 4 Eizellen zu Ei, Rest Nährzellen
diploid
parthenogenetische Entwicklung zu jungen weiblichen und männlichen Wasserflöhen
Latenzeier, „Dauereier“
Groß
Nährstoffreich
Produziert von miktischen Weibchen
Haploid
Werden besamt
 Heterogonie
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