Purzeltaaaggg joij !!
25.Juli.2009
Heut hab ich Geburtstag *Freude unendliche – Und jetzt hm. Ich hab von meinem Liebsten Menschen mitten in der Nacht anrufe und Glückwünsche bekommen. Vielen Dank dafür. Obwohl ich sagen muss, ich schlafe sehr schlecht. Weiß nicht ob es an der Klima Anlage liegt oder an der Hitze oder an der Aufregung - keine Ahnung. Nun ja – Der Vormittag habe ich damit zugebracht auszu schlafen. Zum Frühstück habe ich wieder etwas von der Umweltverschmutzung gegessen *brech und bin dann ein wenig rausgegangen, in die Mittagshitze, auf die Strasse – an einem Sonntag, wo alle frei haben. TOLLE Idee. Es war heiß und langweilig. Ich bin also in meine Wohnung zurück. Zum Nachmittag war ich mit Yeal, meiner Betreuerin verabredet. Wir wollten an den Strand fahren an das MITTELMEERJ, da hab ich mich doch sehr drauf gefreut. Meer. Ich mag das Meer ziemlich gut leiden. Gut aber weiter. Sie kam mich abholen mit ihrem Honda Automatikschaltung ^^. Hinten im Auto saßen ihr Mann und ihr 2 Kinder. Ich durfte vorn sitzen hehehe. Ich genieße hier die Privilegien eines dummen Ausländers. Wir sind ca 2 Stunden an den Strand gefahren und haben uns etwas unterhalten. Für alle, die die Unterhaltung und die Gegend interessieren können weiterlesen. Alle, die sich nur für mein Spannendes Privatleben interessieren können den nächsten Absatz einfach überspringen. Es geht um Ökologie und so blöden Kram ^^
Autogespräche über die Ökologie von Wanderdünen.
Ich habe mich bei Yeal informiert bzw sie hat mir ein Gespräch ans Knie genagelt, worüber ich aber nicht sehr böse war. Im Süden von Israel gibt es einen ausgedehnten Wüstenstreifen. Früher lebten in diesen Wüsten Beduinen, die Holz, Gras und Buschwerke nutzten um zu leben. Also: Sie bauten ihre Häuser und weideten ihre Schafe in den Gebieten der Wüste. Dadurch wurde immer wieder der natürliche Halt des Sandes aus dem Habitat entfernt und es entstanden Wanderdünen, die sich kontinuierlich veränderten und die Landschaft prägten. Heute sind diese Beduinen entweder in die „Zivilisation“ gegangen oder leben in Slams (was ich irgendwann später mal erkläre). Aufgrund dessen, wird keine Landwirtschaft mehr betrieben und es findet kein Holzschlag mehr statt. Dies führte in der Vergangenheit dazu, dass die Wanderdünen „verlanden“. Es wuchsen Büsche, Gras und Bäume und aus der Wanderdünen wurden eine stationäre Dünen. Dies brachte nicht nur eine Veränderung der Fauna, sondern auch in der Flora. Man hatte nun statt vielen verschiedenen Tieren einige seltene. Das Institut in dem ich arbeite beschäftigt sich nun damit in welchem Umfang sich das ganze verändert und ob man anfangen sollte die Bäume und Büsche wieder zu entfernen, um künstlich Wanderdünen zu erzeugen. Der Diversitätsindikatoren sind hierbei Reptilien (Echse usw) und Nagetiere (Mäuse etc). Diese werden gefangen, beobachtet, es werden Spuren gesucht, alles was einen Hinweis auf deren Anwesenheit gibt. Die Daten werden erfasst und dann mit Wanderdünen verglichen. Soweit die Idee. Das das ganze noch in der Anfangsphase ist, gibt es momentan nicht viel über Ergebnisse zu erzählen. Tja das war das Gesprächsthema während meiner Fahrt zum STRAND
Irgendwann nach 90 Minuten sind wir am Strand angekommen. Es war ein toller Strand mit massig Sand, wenigen Leuten und großen an Pflöcken befestigten Planen als Schattenspender. Ich habe es einfach höflicher weise unterlassen auf meinen Geburtstag hin zu weisen währe auch zu dreist gewesen. Am Strand Wir haben das Auto ausgepackt und mir sind fast die Augen ausgefallen der Kofferraum war brechend voll … Yael meinte naja mit Kindern ist man eben gut vorbereitet. Sie hatten eine monströs riesige Decke dabei auf der wir dann auch ziemlich viel Zeit verbracht haben. Die Kinder waren am Strand spielen und so oft ich konnte war ich auch im Wasser. Geschätzte Temperatur 25 bis 28 Grad also schööön badewannig. Die Wellen waren teilweise 1 m bis 1,5 m hoch. Das ansässige Hallenbad von Jena kann da eigentlich nicht im Geringsten mithalten. Teilweise surften Leute an uns vorbei. Es kamen Gleitschirmflieger mit Propeller am Hintern und verteilten ihre ganze schlechte Luft und kleinere Flugzeuge flogen ziemlich nah über der Wasseroberfläche entlang. Zum Tauchen war das ganze ungeeignet aber zum planschen echt super. Aja der Strand lag bei Nizzana … hoffe ich hab das jetzt richtig geschrieben. XD
Später am Abend hatten wir ein gar köstliches Abendmahl. Also Yael hatte gekocht ich hatte auch einige Sachen mit und die andere Familie selbstverständlich auch. So gab es dann Schnitzel, Brot, Mais, gebratene Aubergine (wenn es denn eine war) und Obst und Gemüse. Zum Nachtisch gab es Kaffee ! Tolle Sache. Solange man keinen Kardamom Kaffee trinkt ist das hiesige koffeinhaltige Heißgetränk ziemlich lecker. Kurz: guter Kaffee !
Als es dunkel wurde sind wir nach Hause gefahren. Unterwegs haben wir im Auto gesungen ^^ Ich hab schon ewig nicht mehr im Auto gesungen, vor allem nicht vor Fremden. Nachdem das Autoradio jedoch auf wahrscheinlich Maximum war und irgendwie die ganze Familie zu Dido gesungen hat, bin ich eben eingestiegen. War ganz lustig.
Irgendwann sind wir wieder in Beer Sheva gelandet und ich bin schlafen gegangen. Morgen währe mein erster Arbeitstag. Ich war gespannt. Irgendwie konnte ich nicht einschlafen. Seit einigen Tagen verfolgt mich ein seltsamer schmerz im Unterkiefer, der nur weh tut wenn man von außen Druck zuführt, beim Kauen stört es gar nicht. Werde das Ganze die nächsten Tage mit erhöhter Aufmerksamkeit beobachten. Bis dahin
Bis die Tage
Ray